Inhaltsverzeichnis
- Was sind Orangen?
- Herkunft und Botanik von Orangen
- Inhaltsstoffe von Orangen
- Verwendung von Orangen
- Mögliche Nebenwirkungen von Orangen und weitere Hinweise
Was sind Orangen?
Orangen sind die Früchte des gleichnamigen immergrünen Baums (Citrus sinensis). Sie sind die weltweit am häufigsten angebauten Zitrusfrüchte. Im Handel werden Orangen nach Art und Sortengruppen unterteilt. Dabei wird v.a. zwischen der Bitterorange (Pomeranze, Citrus aurantium) und süßen Orangen (Citrus sinensis) unterschieden. Die süßen Orangen werden wiederum in Blondorangen, Navelorangen, Blutorangen sowie säurefreie Orangen unterteilt.
Interessant zu wissen: Die Orange ist in Teilen Deutschlands auch als Apfelsine bekannt. Der Name leitet sich aus dem Niederdeutschen ab und bedeutet so viel wie „Apfel aus China“.
Herkunft und Botanik von Orangen
Die Süßorange (Citrus sinensis) gehört zur Gattung der Zitrusfrüchte und stammt aus China oder Südostasien, wo sie aus einer natürlichen Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse entstand. Während die Bitterorange (Citrus aurantium) bereits im 11. Jahrhundert nach Europa gelangte, wurde die süße Variante erst im 15. Jahrhundert eingeführt und zunächst v.a. in Portugal angebaut.
Bei Orangenbäumen handelt es sich um immergrüne Bäume, die Wuchshöhen bis zu 10 Metern erreichen können. Die Frucht selbst ist ein sog. Hesperidium – eine spezielle Form der Beere (Panzerbeere) mit einer zweigeteilten Schale:
- außen das orangefarbene Exokarp mit zahlreichen Öldrüsen,
- innen das weiße Mesokarp.
Das Fruchtfleisch selbst besteht aus Segmenten, die mit saftgefüllten Schläuchen meist oranger Farbe gefüllt sind.
Inhaltsstoffe von Orangen
Das Fruchtfleisch der Orange besteht zu 85-90 % aus Wasser, während den Rest v.a. Kohlenhydrate wie Glucose, Fructose und Saccharose sowie auch Ballaststoffe ausmachen. Daneben enthalten Orangen:
- relevante Mengen Vitamin C
- geringere Mengen Magnesium, Kalium und Calcium
- verschiedene natürliche Aromastoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
Die äußere Schale enthält zudem gewisse Mengen ätherisches Öl, das v.a. aus Limonen besteht. Das ätherische Öl sorgt für den aromatischen Duft beim Schälen von Orangen.
Verwendung von Orangen
Orangen werden weltweit frisch als Obst verzehrt, entsaftet oder anderweitig kulinarisch verarbeitet. Dabei gilt v.a. Orangensaft als ein wirtschaftlich äußerst bedeutendes Produkt. Der weltweit größte Produzent ist Brasilien, in Europa ist es Spanien.
Zu den typischen Verwendungszwecken gehören demnach:
- Frischverzehr und Saftgewinnung
- Zesten (dünne, bitterstofffreie Schalenstreifen) zum Aromatisieren von Speisen und Backwaren
- Getrocknete Schalen und Scheiben in Teemischungen oder zur Dekoration
- Gewinnung von ätherischem Öl aus der Schale
Das ätherische Öl wird meist durch Kaltpressung der frischen Schalen reifer Früchte gewonnen. Es ist rötlich-gelb und fruchtig-süß im Duft. Aufgrund seiner Eigenschaften wird es z.B. in Pflege- und Kosmetikprodukten, in der Aromatherapie oder zur Aromatisierung von Lebens- und Arzneimitteln verwendet.
Mögliche Nebenwirkungen von Orangen und weitere Hinweise
Für die meisten Menschen ist der Verzehr von Orangen unbedenklich. Bei empfindlichen Personen kann jedoch der Gehalt an natürlichen Säuren zu Magenbeschwerden oder Sodbrennen führen. In seltenen Fällen kann auch eine Zitrusallergie bestehen, wobei es nach Verzehr von Orangen zu allergischen Beschwerden kommt.
Bei der Verwendung von Orangenschalen ist zudem auf Bio-Orangen zu achten, da konventionelle Orangen häufig mit Wachsen und Konservierungsstoffen behandelt werden.
Ätherisches Orangenöl sollte nicht unverdünnt innerlich oder äußerlich angewendet werden, da es ansonsten zu Reizungen von Haut, Schleimhäuten, Augen, Atemwegen oder des Verdauungstraktes kommen kann.