Mineralstoffe – welche Bedeutung sie für unsere körperliche Gesundheit haben

Inhaltsverzeichnis

Mineralstoffe – essenzielle Bestandteile des menschlichen Körpers 
Mineralstoffe – und ihr gesundheitlicher Nutzen
Der Mineralstoffbedarf ist abhängig von den Lebensphasen
Fazit
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Mineralstoffe – essenzielle Bestandteile des menschlichen Körpers 

Denn unser Körper kann Mineralstoffe nicht selbst bilden. Die anorganischen Formen sind essenziell für uns Menschen und können daher nur über die Nahrung und Flüssigkeit regelmäßig dem Körper von außen zugeführt werden.

Im normalen Sprachgebrauch wird der Begriff Mineralstoffe häufig mit Spurenelementen gleichgesetzt. Tatsächlich werden die Mineralstoffe in Abhängigkeit von ihrer Konzentration im Körper aber noch weiter in Mengen- und Spurenelemente weiter unterteilt und haben unterschiedliche Aufgaben im Körper.

Mengen- und Spurenelemente üben unterschiedliche Funktionen im Körper aus

So sind Mengenelemente vor allem am Gewebeaufbau, der Erregbarkeit und Reizweiterleitung von Nerven- und Muskelzellen beteiligt, üben eine Pufferfunktion im Säure-Basen-Haushalt aus und dienen der Aufrechterhaltung des Zellvolumens. Sie greifen sowohl aktiv ins Zellgeschehen ein als auch unterstützend als Bestandteile von Enzymen, Proteinen und Hormonen. Ihre Funktionen sind damit vielfältig und sehr komplex.

Spurenelemente dagegen üben vor allem ihre wichtige Funktion als Co-Faktoren von Enzymen aus. Fehlen sie, können wichtige biochemische Reaktionen nicht stattfinden, mit tiefgreifenden Folgen für das Stoffwechselgeschehen.

Mineralstoffe – und ihr gesundheitlicher Nutzen

Bei der gezielten Supplementierung mit Mineralstoffen ist vor allem die chemische Verbindungsform ausschlaggebend für die Verträglichkeit und Bioverfügbarkeit in unserem Körper. Denn die Mineralstoffe können entweder als organische oder anorganische Form vorliegen und unterschiedliche Funktionen im Körper ausüben (Bsp. schnelle Versorgung vs. Langzeitspeicher).

Zu den wichtigsten Mengenelementen zählen Calcium, Kalium und Magnesium

  • So ist Calcium als Hauptbestandteil von Knochen und Zähnen unerlässlich für deren Stabilität und Festigkeit. Darüber hinaus stabilisiert es die Zellmembranen und sorgt als wichtiger Regulator der Muskelkontraktion für eine aktive Muskelspannung und gleichmäßigen Herzschlag. Auch bei der Reizübertragung von Nervenzellen spielen Calcium-Ionen eine wichtige Rolle. Zudem ist es ein wichtiger Co-Faktor vieler Enzyme.
    Bessere Bioverfügbarkeit durch Citrat-Verbindung
    Gerade in Bezug auf die Bioverfügbarkeit von Calcium als Nahrungsergänzungsmittel hat sich die Citrat-Verbindung (organische Verbindung) besonders bewährt. In Untersuchungen hat sie sich als wesentlich aufnahmefähiger erwiesen als die entsprechenden Carbonat-Verbindungen (Calcium als Ion an Salze gekoppelt) 1–3.
  • Kalium in seiner besser resorbierbaren Form als Kaliumcitrat wird für die Reizweiterleitung in Muskel- und Nervenzellen sowie zum Erhalt des osmotischen Drucks in den Zellen benötigt. Es fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit, indem es den Blutdruck und den Herzschlag reguliert. Zudem hat es Anteil am Kohlenhydrat-, Lipid-, Protein- und Hormonstoffwechsel. Da Kalium die Säureausscheidung über die Nieren beeinflusst, trägt es auch zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts bei 2, 4.
  • Magnesium ist eines der wichtigsten Mengenelemente. Als Aktivator und Co-Faktor von über 300 Enzymen ist es essenziell für den Stoffwechsel aller Makronährstoffe (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate) und dient der Energiegewinnung in den Mitochondrien. Seine Funktionen auf unterschiedliche Organsysteme sind vielfältig. Denn Magnesium …

... verbessert die Leistung aller Muskeln,
... erweitert die Herzkranzgefäße,
… stabilisiert die Zellmembran,
… wirkt gerinnungshemmend,
… reguliert den Calcium-Kalium- und den Vitaminstoffwechsel,
... reguliert die Synthese von Hormonen, Nukleinsäuren und Proteinen,
… ist vor allem in den Knochen enthalten,
… ist wichtig für die Funktion der Nerven,
… kann Stresssituationen wie Aggressivität und Gereiztheit mildern.

Besonders Magnesiumbisglycinat als organische Verbindung von Magnesium gilt als sehr verträglich und hoch bioverfügbar 3, 4.

Zu den wichtigsten Spurenelementen zählen Eisen, Selen, Zink, Jod, Mangan und Chrom

Obwohl nur in Spuren benötigt, ist auch das Vorhandensein der Spurenelemente essenziell für eine ordnungsgemäße Funktion der Körperabläufe. 

  • So ist Eisen das häufigste Spurenelement in unserem Körper. Als zentraler Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ist es elementar wichtig für den Sauerstofftransport im Blut sowie die Sauerstoffverwertung im zellulären Energiestoffwechsel. Eine gute Eisenversorgung ist daher wichtig für ganzheitliche Fitness und ein starkes Immunsystem. Durch den Abtransport von Kohlendioxid nimmt es zudem auch Einfluss auf die Regulation des Säure-Basen-Haushalts.
    Vor allem Eisengluconat oder Curryblatteisen weisen eine gute Verfügbarkeit und Magen-Darm-Verträglichkeit auf 1.
  • Selen ist Bestandteil der Glutathionperoxidase, eines der wichtigsten Entgiftungssubstanzen im menschlichen Körper. In seiner Funktion als Antioxidans schützt es die Erbsubstanz und verstärkt zudem die Wirkung von Vitamin E. Des Weiteren trägt es als Cofaktor auch zur Bildung aktiver Schilddrüsenhormone bei und ist wichtigstes Spurenelement für die Immunabwehr. Eine gute Bioverfügbarkeit von Selen ist gegeben, wenn es als Natriumselenit vorliegt 1, 3.
  • Zink ist unverzichtbarer Bestandteil von über 300 Enzymen. Es fördert u. a. die Immunabwehr, trägt zur Wundheilung bei und stärkt das Haarwachstum. Zudem ist es als Antioxidans wirksam und unterstützt den Vitaminstoffwechsel. Auch an der Insulinspeicherung ist Zink beteiligt. Vor allem Zink gebunden an Picolinsäure (sog. Zinkpicolinat) zeichnet sich durch eine gute Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit 1, 3.
  • Jod ist unverzichtbarer Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Diese regulieren den energetischen Grundbedarf des Körpers und haben damit Einfluss auf den Protein-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Zudem ist Jod an der Regulation des Wärme-/Kälteempfindens beteiligt und verstärkt den mitochondrialen Stoffwechsel. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei der körperlichen und geistigen Entwicklung des Embryos und Säuglings 3.
  • Mangan wird für den Aufbau von Bindegewebe und Knochen benötigt. Als Co-Faktor unterstützt es vor allem Enzyme, die an der Energieumwandlung und Entgiftung beteiligt sind. Auch bei der Blutgerinnung spielt Mangan eine wichtige Rolle. Vor allem das sog. Manganglukonat weist eine hohe Bioverfügbarkeit auf.
  • Chrom ist funktioneller Bestandteil des Chromodulins. Dieses Protein steuert die Insulinwirkung auf zellulärer Ebene und übt damit eine wichtige Funktion im Glukose- und Insulinstoffwechsel aus. Darüber hinaus benötigt der Körper Chrom für den Fettstoffwechsel und die Regulation der Blutfettwerte. Auch Chrom in der organischen Verbindung als Chrompicolinat hat eine bessere Bioverfügbarkeit 3.

Der Mineralstoffbedarf ist abhängig von den Lebensphasen

Im Optimalfall können wir unseren täglichen Bedarf an Mineralstoffen über den Trinkwasserkonsum und eine ausgewogene Ernährung abdecken. Inwiefern dies im Zuge der modernen Landwirtschaft heute noch vollumfänglich möglich ist, kann allerdings niemand beantworten. Zudem sollte die Mineralstoffversorgung nicht zu sehr vom Trinkkonsum abhängen, denn auch Trinkwasser, das arm an Mineralien ist, und damit seiner natürlichen Leitfunktion im Körper nachkommt, bringt gesundheitliche Vorteile.

Besonders kritisch wird es, wenn wir in Zeiten hoher Stressbelastung unsere Ernährung vernachlässigen, einen erhöhten Bedarf aufgrund gesteigerter körperlicher oder geistiger Leistungsaktivität haben oder im Zuge einer Erkrankung die körperlichen Ressourcen aufgebraucht haben.

Gut zu wissen: Schwangere, Kinder, Jugendliche und Senioren mit erhöhten Bedarfen

Auch lebensphasenbedingt kann ein Mehrbedarf an Mineralstoffen gerade bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen in der Wachstumsphase entstehen sowie bei Senioren aufgrund stoffwechselphysiologischer Veränderungen im Alter.

Mineralstoff-Kombinationen richten sich nach den individuellen Bedürfnissen

Die gezielte Ergänzung mit einzelnen Mineralstoffen oder speziell aufeinander abgestimmte Mineralstoff-Kombinationen, die in einer optimal für den menschlichen Körper verwertbaren und verträglichen Form vorliegen, kann daher in bestimmten Lebensphasen sinnvoll sein.

Fazit

Auch wenn Mineralstoffe nur in kleinen Mengen benötigt werden, sind diese bereits ausschlaggebend für eine ordnungsgemäße Funktion unseres Körpers und beeinflussen damit unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Quellen

  1. U. Gröber, Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel, 5. Auflage. Südwest Verlag, 2019.
  2. U. Gröber, Arzneimittel und Mikronährstoffe- Medikationsorientierte Supplementierung , 4. Auflage. Stuttgart: wissenschaftliche Verlagsgesellschaft , 2018.
  3. C. Schmidbauer and G. Hofstätter, Mikronährstoff-Coach, 4. Auflage. Verlagshaus der Ärzte.
  4. U. Gröber, Mikronährstoffberatung , vol. 1. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2018.


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Klaudius Breitkopf

Sportökonom

„Als erfahrener Sportökonom weiß ich, dass Ernährung und Sport einfach zusammengehören. Dabei spielt die Qualität der Lebensmittel eine große Rolle. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitgliedern die Nahrungsergänzungen von Lebenskraftpur an.“