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OPC vs. MPC: Warum MPC und nicht einfach „normales“ OPC?

Dieser Artikel widmet sich den Unterschieden von MPC Traubenkernextrakt zu gewöhnlichem OPC. 

Beginnen wir aber zunächst bei dem Überbegriff Traubenkernextrakt: Dieser besteht in den allermeisten Fällen zu 95% aus Polyphenolen. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, chemisch gesehen sind sie definiert als aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr an den aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten – aber ich will Sie nicht weiter mit der Struktur langweilen. Polyphenole haben viele Gesichter, sie geben der Pflanze Farbe, Struktur, Geschmack und vieles mehr. In Traubenkernextrakt sind besonders viele Flavanole enthalten, das sind vor allem Catechine und Epicatechine. Es sind auch noch viele verschiedene Gerb- und Farbstoffe enthalten.

OPC versus MPC

OPC steht für Oligomere ProanthoCyanidine. In gewöhnlichem Traubenkernextrakt sind diese meist zu etwa 45-80% enthalten. OPC sind Dimere, Trimere oder Oligomere der genannten Flavanole. Das bedeutet, dass zwei bis etwa fünf dieser Catechine und Epicatechine miteinander verknüpft sind. Wenn ganz viele Moleküle verknüpft sind, nennt man das Polymer, diese kommen auch im Traubenkernextrakt vor.

MPC steht für Monomere ProanthoCyanidine. In einigen MPC Traubenkernextrakt Produkten sind diese bis zu 30% enthalten. Monomer bedeutet, dass das das Molekül „alleine“ vorliegt und nicht mit anderen verknüpft ist. Also liegen 30% Catechine und Epicatechine vor. Außerdem ist in unserem MPC Traubenkernextrakt 3% Gallussäure enthalten, welche ähnliche Wirkungen wie (Epi-)catechin hat. Es sind 7% OPC enthalten, und wie in gewöhnlichem Traubenkernextrakt auch polymere Proanthocyanidine und weitere Farb- und Gerbstoffe, zum Beispiel Anthocyane.

Das klingt ja erstmal recht ähnlich – und ist es auch. Der wichtige Unterschied ist, dass die Flavanole beim OPC miteinander zu Oligomeren verknüpft sind, und beim MPC nicht, prinzipiell sind es aber die gleichen Grundbausteine.

In der Abbildung rechts kann man diesen Effekt sehr schön erkennen: Das MPC ist kristallklar und löst sich zu 100% im Wasser auf. Das OPC hingegen nur teilweise.

In der Praxis wird deutlich, was für einen Effekt so ein kleiner Unterschied machen kann: Durch ihre Größe können die Oligomere vom Körper kaum aufgenommen werden, die Monomere aber schon. In Studien wurde beobachtet, dass die Monomere zu etwa 45% resorbiert werden. Bei Dimeren sind es schon unter 1%, und die Rate sinkt, je größer die Oligomere sind1. Schon Tetramere (4 Moleküle verknüpft) sind überhaupt nicht mehr vom Körper aufnehmbar. Da das resorbierte OPC im Körper auch in Monomere aufgespalten wird, ist die Wirkung beider Produkte prinzipiell gleich2,3,4.

Die kleineren Monomere werden nicht nur besser im Darm resorbiert, sondern gelangen auch im Gegensatz zu Oligomeren durch die Blut-Hirn-Schranke und können so ihre Wirkung auch im Gehirn entfalten5.

Studie MPC

Quelle: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/nure.12114

Da das MPC viel bioverfügbarer ist, muss man davon weniger nehmen als vom OPC – mit stärkerer Wirkung! Eine Kapsel MPC ist ca. 30-mal bioverfügbarer als eine gewöhnliche Kapsel Traubenkernextrakt mit 45% OPC! Zur Berechnung haben wir die Daten aus der oben gezeigten Studie genutzt.

Was passiert mit MPC und OPC im Körper?

Wie bereits erwähnt, wird das OPC bei der Verstoffwechselung in die Monomere aufgespalten und ist an diesem Punkt auf demselben „Stand“ wie das MPC.

Aber was geschieht danach?

OPC-vs-MPC

Das OPC wird zunächst depolymerisiert, also in die Untereinheiten Catechin und Epicatechin aufgespalten.

Das geschieht im Darm durch die mikrobielle Darmflora. Die Monomere werden dann über den Darm aufgenommen und gelangen in den Blutkreislauf. Schon währenddessen werden sie modifiziert, das heißt es werden beispielsweise Methylreste angehängt. Es ist zu vermuten, dass viele Wirkungen des Traubenkernextraktes auf den verschiedenen Metaboliten beruhen. Einige Stoffwechselprodukte des MPC können auch die Blut-Hirn-Schranke durchqueren. Das würde auch erklären, warum der Traubenkernextrakt so vielfältige Auswirkungen auf die Gesundheit hat – der Körper stellt daraus viele verschiedene Wirkstoffe her. 

Die genaue Wirkung des MPC Traubenkernextraktes haben wir bereits in einem anderen Artikel erläutert.

Achtung beim Kauf von Traubenkernextrakten!

Viele Firmen behaupten beispielsweise, dass ihr Traubenkernextrakt einen OPC-Gehalt von 95% hätte. Das ist unmöglich (solche Traubenkerne gibt es nicht), hier muss man genau hinschauen. Es wird der Polyphenolgehalt, der oftmals tatsächlich bei 95% liegt, mit OPC gleichgesetzt – was völlig falsch ist. Von den Polyphenolen ist ein gewisser Anteil natürlich OPC, der Rest aber eben nicht. Einige Hersteller behaupten einen OPC-Gehalt von 80%. Dieser Wert entsteht oft durch unzureichende Analysemethoden wie die Vanillinmethode, die nicht akkurat sind. Sollte dies dennoch möglich sein, wäre MPC (mit 30% MPC) Traubenkernextrakt immernoch über 14-mal so bioverfügbar als dieselbe Menge dieses OPC.

Quellen

1 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/nure.12114
2 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464613001886
3 https://academic.oup.com/ajcn/article/98/4/924/4577217
4 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006291X01952118?via%3Dihub
5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3348654/

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Clemens A. Brugger

Heilpraktiker

„Die Zellgesundheit ist heute ohne Nahrungsergänzungen kaum haltbar. Denn die Anforderungen an unser körpereigenes System sind gestiegen, bei gleichzeitiger Verarmung an lebensnotwendigen Vitalstoffen in unseren Lebensmitteln. Ganz besonders schätze ich die Naturkraftlinie und die Verwendung von enzymreichen Lebensmitteln in Rohkostqualität: „Lebendige“ Nahrungsergänzungen zu „lebendigen“ Lebensmitteln. Daher empfehlen wir unseren Patienten die Produkte von Lebenskraftpur.“