Kollagen-Nebenwirkungen im Überblick: Das sagt die Wissenschaft

Lebenskraftpur klärt auf Mikronährstoffe
Kollagen-Nebenwirkungen im Überblick: Das sagt die Wissenschaft
zuletzt aktualisiert: 12.06.2026
Lesedauer: 9 Min
von der Lebenskraftpur Redaktion
Kollagen-Nebenwirkungen im Überblick: Das sagt die Wissenschaft

Kollagen-Nebenwirkungen im Überblick: Das sagt die Wissenschaft

Kollagen ist wortwörtlich in aller Munde und wird von vielen Menschen regelmäßig eingenommen, um das Hautbild zu verbessern, Gelenke zu unterstützen oder die Sehnen zu stärken. Doch birgt das Pulver neben diesen positiven Effekten auch Risiken? Welche Nebenwirkungen von Kollagen sind aus Studien bekannt und wer sollte vielleicht besser auf die Kollagen-Einnahme verzichten? 

Inhaltsverzeichnis


Kollagen-Nebenwirkungen – Das Wichtigste in Kürze

  • Kollagen gilt laut aktueller Studienlage für die meisten Menschen als sicher und gut verträglich.
  • In Studien wurden selbst bei höheren Dosierungen kaum Nebenwirkungen von Kollagen beobachtet.
  • Mögliche Nebenwirkungen beschränken sich meist auf leichte Magen-Darm-Beschwerden bei der Einnahme sehr hoher Mengen.
  • Bei Menschen mit Nahrungsmittelallergien können allergische Reaktionen auftreten, insbesondere bei Allergien gegen die jeweilige Kollagenquelle (z.B. Fisch).
  • Unverträglichkeiten werden häufig durch Zusatzstoffe und nicht durch das Kollagen selbst verursacht.
  • Die Sorge, dass die Einnahme von Kollagen zu einer Gewichtszunahme führen könnte, ist unbegründet und wissenschaftlich nicht haltbar.
  • Menschen mit Nieren- oder Lebererkrankungen, erhöhtem Nierensteinrisiko sowie Schwangere und Stillende sollten vorsichtig sein und vor der Kollagen-Einnahme ärztliche Rücksprache halten.
  • Hochwertige Produkte und eine angemessene Dosierung helfen, mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Hat Kollagen Nebenwirkungen?

Kollagen wird von zahlreichen Menschen zu unterschiedlichen Einsatzzwecken eingenommen. Kein Wunder, denn die Wirkung von Kollagen ist vielfältig. So soll das Pulver u.a. Gelenke, Haut und Knochen unterstützen. Doch hat Kollagen trotz seiner positiven Eigenschaften auch seine Schattenseiten? Welche Nebenwirkungen von Kollagen aus der wissenschaftlichen Forschung sowie aus dem praktischen Alltag bekannt sind, erfahren Sie im Folgenden.

Grundsätzlich lässt sich festhalten: Kollagen gilt für die allermeisten Menschen als gut verträglich und sicher. So schreibt bspw. eine Übersichtsarbeit, in der 15 Studien zu den Vorteilen von Kollagen-Peptiden für Sportler ausgewertet wurden, folgendes:

„Die langfristige Einnahme von Kollagen gilt als sicher; in keiner der in dieser Übersicht berücksichtigten Studien wurden Nebenwirkungen von Kollagen berichtet, selbst bei höheren Dosierungen (60 g/Tag) oder anderen Darreichungsformen.“ [1]

Auch andere umfangreiche Übersichtsarbeiten zu Kollagen stufen die Supplementierung mit Kollagenpeptiden bzw. Kollagenhydrolysat als sicher ein2,3. Dabei ist jedoch zu beachten, dass in Studien meist Mengen zwischen 2,5 und 15 g Kollagen pro Tag eingesetzt werden. Zur langfristigen Einnahme höherer Dosierungen liegen deutlich weniger Daten vor, weshalb dabei ein gewisses Restrisiko nicht ausgeschlossen werden kann.

Zudem werden die meisten Studien an grundsätzlich gesunden Menschen durchgeführt. Ob Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen – etwa der Nieren oder Leber – Kollagen genauso gut vertragen, lässt sich daher nur eingeschränkt beurteilen. Dazu mehr unter den Kontraindikationen von Kollagen.


Gut zu wissen: Was ist Kollagenhydrolysat?

Für die Herstellung von Kollagenhydrolysat wird Kollagen mithilfe von Enzymen (sog. Hydrolasen) in kurze Aminosäureketten – sog. Peptide – zerlegt. Dadurch wird das komplex aufgebaute Kollagen-Molekül „vorverdaut", sodass es im Magen-Darm-Trakt deutlich besser verwertet werden kann.

Aus vereinzelten Berichten sind einige wenige und seltene Nebenwirkungen von Kollagen bekannt. Dazu zählen:

  • Leichte Magen-Darm-Beschwerden
  • Allergische Reaktionen
  • Unverträglichkeiten (durch Zusatzstoffe)

Darüber hinaus ist häufig von der Sorge zu lesen, die Einnahme von Kollagen könne zu einer Gewichtszunahme führen.

Sitzende Person hält beide Hände auf den Unterbauch und wirkt, als würde sie Bauchbeschwerden oder Unwohlsein verspüren

Abb. 1: Kollagen-Nebenwirkungen sind selten und beschränken sich meist auf leichte Magen-Darm-Beschwerden.

Leichte Magen-Darm-Beschwerden

Bei der Einnahme sehr hoher Mengen Kollagen berichten manche Menschen über Verdauungsprobleme und leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Blähungen. Dies kann – wie auch bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln oder Lebensmitteln passieren, wenn der Verdauungstrakt die zugeführten Mengen nicht mehr vollkommen aufnehmen kann, sodass diese zum Teil im Dickdarm landen und dort die Beschwerden auslösen.


Interessanterweise liefert eine kleine (leider nicht Placebo-kontrollierte) Studie hingegen auch Hinweise, dass die Kollagen-Einnahme bei einigen Menschen sogar zur Verbesserung von Verdauungsbeschwerden, inklusive Blähungen, führen könnte4.

Allergische Reaktionen

In besonders seltenen Fällen kann es durch die Einnahme von Kollagen zu allergischen Reaktionen kommen. Das kann v.a. Menschen betreffen, die an Nahrungsmittel-Allergien gegen das Ausgangsprodukt des Kollagenpulvers leiden – z.B. bei Fisch-Allergikern, wenn diese Kollagen aus Fischhäuten einnehmen. In solchen Fällen kann es zu typischen allergischen Symptomen wie Hautausschlag, Juckreiz oder ähnlichen kommen. Daher sollten Allergiker stets darauf achten, von welcher Quelle ein Kollagenprodukt stammt.

Unverträglichkeiten durch Zusatzstoffe

Daneben kann es je nach Zusammensetzung des Kollagenprodukts auch zu anderweitigen Unverträglichkeitsreaktionen kommen. So enthalten manche Präparate zusätzliche Inhaltsstoffe wie:

  • Vitamine
  • Spurenelemente
  • Pflanzenextrakte
  • oder anderes

Auch diese ergänzenden Bestandteile aus Kombipräparaten können bei manchen Menschen zu Unverträglichkeiten führen, wobei das reine Kollagenpulver selbst eigentlich gut vertragen werden würde.

Das kann z.B. durch den Zusatz von Zink passieren: Manche Menschen reagieren bei der Einnahme von Zink – insbesondere auf nüchternen Magen – sehr schnell mit Übelkeit. Je nach Zinkmenge im Kollagenprodukt können diese Beschwerden dann fälschlicherweise dem Kollagen zugeordnet werden.

Gewichtszunahme durch Kollagen?

Viele Menschen befürchten zudem, dass die Einnahme von Kollagen zur Gewichtzunahme oder einem aufgeschwemmten Aussehen führen könnte. Diese Sorge ist jedoch völlig unbegründet und wissenschaftlich nicht haltbar. Eine relevante Gewichtszunahme durch Kollagen ist bei üblichen Dosierungen nicht zu erwarten.

Im Gegenteil: Kollagen liefert nur wenige Kalorien, unterstützt die Sättigung und kann sich sogar positiv auf die Körperzusammensetzung auswirken. Studien zeigen Hinweise auf eine Verringerung des Körperfettanteils und eine Zunahme der fettfreien Körpermasse durch eine regelmäßige Kollageneinnahme.

Frau steht vor einem Spiegel und kneift mit den Fingern eine Hautfalte am Bauch

Abb. 2: Die Sorge, dass die Einnahme von Kollagen zu einer Gewichtszunahme führen könnte, ist unbegründet und wissenschaftlich nicht haltbar.

Kontraindikationen: Wer sollte Kollagen nicht einnehmen?

Für die allermeisten Menschen ist die Einnahme von Kollagen demnach gut verträglich und sicher. Dennoch gibt es bestimmte Personengruppen, die bei der Einnahme von Kollagen zumindest Vorsicht walten lassen oder ärztliche Rücksprache halten sollten. Dazu gehören:

  • Nahrungsmittel-Allergiker: Wie bereits erwähnt, sollten Menschen mit Nahrungsmittel-Allergien kein Kollagen einnehmen, das entsprechende Allergene enthalten könnte. So sollten Fischallergiker kein Kollagen aus Fischhäuten einnehmen – können jedoch problemlos Rinderkollagen nutzen.
  • Menschen mit Nieren- oder Lebererkrankungen: Da Leber und Nieren aktiv an der Verstoffwechslung und Ausscheidung von Proteinen, wie Kollagen, beteiligt sind, sollten Menschen mit entsprechenden Erkrankungen keine größeren Mengen Kollagen ohne ärztliche Rücksprache einnehmen, um eine potenzielle Überlastung dieser Organe zu vermeiden.
  • Menschen mit erhöhtem Risiko für Nierensteine: Die in Kollagen enthaltene Aminosäure Hydroxyprolin kann im Körper zu einem kleinen Anteil in Oxalat umgewandelt werden5. Da ein dauerhaft erhöhter Oxalat-Spiegel im Urin, insbesondere bei gleichzeitig geringer Trinkmenge, das Risiko für Oxalat-basierte Nierensteine erhöhen kann, sollten Personen mit ohnehin erhöhtem Risiko auf die dauerhafte Einnahme hoher Kollagen-Mengen verzichten.
  • Schwangere und Stillende: Für schwangere und stillende Frauen ist die Datenlage zur Kollagen-Einnahme noch begrenzt. Obwohl Kollagen vermutlich auch in diesen Lebensphasen positive Effekte entfalten kann, sollte die Einnahme aufgrund bestehender Wissenslücken zumindest nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Worauf achten, um Nebenwirkungen von Kollagen zu vermeiden?

Um bestmöglich von der Kollageneinnahme zu profitieren und das geringe Restrisiko für Nebenwirkungen von Kollagen zu minimieren, sollten Personen, die Kollagen einnehmen, die folgenden Tipps berücksichtigen:

  • Die Einnahmemenge langsam auf die gewünschte Dosierung steigern, um insbesondere bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt die Verträglichkeit zu testen.
  • Kollagen stets mit ausreichend Wasser einnehmen, um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten.
  • Wenn Beschwerden nach der Einnahme auf nüchternen Magen auftreten, kann die Einnahme nach einer Mahlzeit zu bevorzugen sein.
  • Keine extrem hohen Mengen über einen längeren Zeitraum einnehmen.
  • Ein hochwertiges Produkt von einem seriösen Anbieter mit entsprechenden Qualitätsnachweisen nutzen, um das Risiko für unerwünschte Schadstoffe auszuschließen.
  • Bei bekannten Nahrungsmittel-Allergien ein Produkt nutzen, das kein allergenes Risiko aufweist.

Fazit: Kollagen-Nebenwirkungen sind selten

Die aktuelle Studienlage zeigt, dass Nebenwirkungen von Kollagen insgesamt selten sind und Kollagen für die meisten Menschen als gut verträglich gilt. Vereinzelt können leichte Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten durch zusätzliche Inhaltsstoffe auftreten. Wer unter Nahrungsmittelallergien, Nieren- oder Lebererkrankungen leidet oder ein erhöhtes Risiko für Nierensteine hat, sollte die Einnahme vorsorglich mit einem Arzt besprechen.

Um mögliche Risiken weiter zu minimieren, empfiehlt es sich, auf hochwertige Produkte zu setzen und die Dosierung schrittweise zu steigern. Insgesamt zeigt die Wissenschaft, dass bei einer sachgerechten Anwendung von Kollagen nur wenige Nebenwirkungen zu erwarten sind.


FAQ – Häufige Fragen zu Nebenwirkungen von Kollagen

Welche Nebenwirkungen kann zu viel Kollagen haben?

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Bei sehr hohen Mengen kann Kollagen v.a. Magen-Darm-Beschwerden auslösen, etwa Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen oder weichen Stuhl. In Studien wurden Nebenwirkungen insgesamt äußerst selten berichtet.

Kann die Kollagen-Einnahme schädlich sein?

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Für gesunde Menschen ist Kollagen in den üblichen Dosierungen nach heutigem Kenntnisstand unproblematisch. Schädlich werden kann es v.a. dann, wenn Allergien oder Unverträglichkeiten vorliegen oder das Präparat mit Schadstoffen belastet ist.

Hat Fisch-Kollagen Nebenwirkungen?

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Fisch-Kollagen kann v.a. für Menschen mit einer Fischallergie problematisch sein, weil es je nach Verarbeitungsgrad noch allergische Reaktionen auslösen kann. Wer auf Fisch oder Meeresprodukte reagiert, sollte deshalb besonders auf die Herkunft des Kollagens achten.

Welche Nebenwirkungen kann Kollagen auf den Darm haben?

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In seltenen Fällen werden leichte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Bauchgrummeln oder Durchfall beschrieben. Interessanterweise gibt es auch Hinweise, dass Kollagen bei manchen Menschen sogar Verdauungsbeschwerden lindern kann; die Datenlage dazu ist aber noch klein.

Ist Kollagen schädlich für die Nieren?

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Für Menschen mit gesunder Nierenfunktion gibt es keinen Hinweis darauf, dass Kollagen die Nieren schädigen könnte. Bei bestehenden Nierenerkrankungen, v.a. bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz, sollte die Einnahme jedoch ärztlich abgesprochen werden, um eine Überlastung der Nieren zu vermeiden.

Hat Kollagen Nebenwirkungen auf die Leber?

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Für Nebenwirkungen von Kollagen auf die Leber gibt es nach der aktuellen Datenlage keinerlei Anhaltspunkte. Trotzdem gilt auch hier: Wer bereits eine Lebererkrankung hat, sollte vorsichtshalber medizinischen Rat einholen, da die Leber maßgeblich an der Verstoffwechslung von Proteinen beteiligt ist.

Kann Kollagen Nebenwirkungen auf das Herz haben?

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Für das Herz sind keine Nebenwirkungen von Kollagen bekannt. Bei Unsicherheit sollten Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen des Herzens vor der Kollagen-Einnahme ärztliche Rücksprache halten.

Wie viel Kollagen ist langfristig sicher?

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In Studien wurden häufig Mengen zwischen 2,5 und 15 g pro Tag eingesetzt. Diese Dosierungen gelten insgesamt als gut untersucht und meist gut verträglich. Auch höhere Mengen wurden in einzelnen Studien verwendet, doch für eine dauerhaft hohe Einnahme gibt es deutlich weniger Daten, die die langfristige Sicherheit belegen.

Quellen

  1. Khatri, Naughton, et al., ‘The effects of collagen peptide supplementation on body composition, collagen synthesis, and recovery from joint injury and exercise: a systematic review’, Amino Acids, vol. 53, no. 10, p. 1493, Oct. 2021. [Accessed: 10 January 2024].
  2. Sun, Yang, et al., ‘Efficacy of collagen peptide supplementation on bone and muscle health: a meta-analysis’, Front. Nutr., vol. 12, p. 1646090, Sep. 2025. [Accessed: 5 June 2026].
  3. Pu, Huang, et al., ‘Effects of Oral Collagen for Skin Anti-Aging: A Systematic Review and Meta-Analysis’, Nutrients, vol. 15, no. 9, p. 2080, May 2023. [Accessed: 5 June 2026].
  4. Abrahams, O’Grady, et al., ‘Effect of a Daily Collagen Peptide Supplement on Digestive Symptoms in Healthy Women: 2-Phase Mixed Methods Study’, JMIR Form. Res., vol. 6, no. 5, p. e36339, May 2022. [Accessed: 5 June 2026].
  5. Crivelli, Mitchell, et al., ‘Contribution of Dietary Oxalate and Oxalate Precursors to Urinary Oxalate Excretion’, Nutrients 2021, Vol. 13, Page 62, vol. 13, no. 1, p. 62, Dec. 2020. [Accessed: 5 June 2026].
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