Frühjahrsmüdigkeit: Symptome, Ursachen und Tipps

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Frühjahrsmüdigkeit: Symptome, Ursachen und Tipps
zuletzt aktualisiert: 20.02.2026
Lesedauer: 7 Min
von der Lebenskraftpur Redaktion
Frühjahrsmüdigkeit: Symptome, Ursachen und Tipps

Frühjahrsmüdigkeit: Symptome, Ursachen und Tipps

Wenn im Frühling die Natur aufblüht, fühlen sich viele Menschen plötzlich müde, antriebslos und abgeschlagen – trotz ausreichend Schlaf. Diese sog. Frühjahrsmüdigkeit tritt häufig zwischen Ende Februar und April auf und kann das Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen. Doch woher kommt dieses Phänomen eigentlich, welche Symptome sind typisch und was hilft wirklich gegen die Frühjahrsmüdigkeit? In diesem Beitrag erfahren Sie mögliche Ursachen und erhalten praktische Tipps, wie Sie energiegeladen in die warme Jahreszeit starten.

Inhaltsverzeichnis


Frühjahrsmüdigkeit – Das Wichtigste in Kürze

  • Die Frühjahrsmüdigkeit tritt meist von Ende Februar bis Mitte April im Zuge des Jahreszeitenwechsels auf.
  • Typische Symptome sind anhaltende Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme und Kreislaufbeschwerden.
  • Als Hauptursache gilt die hormonelle Umstellung von Melatonin und Serotonin, zusätzlich können steigende Temperaturen und Pollenbelastung eine Rolle spielen.
  • Tageslicht und regelmäßige Bewegung unterstützen den Körper dabei, sich schneller an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen.
  • Eine ausgewogene, vitalstoffreiche Ernährung sowie eine gute Versorgung mit Vitamin D, B-Vitaminen und Magnesium können das Wohlbefinden positiv beeinflussen.
  • Eine gute Schlafhygiene, Wechselduschen und ein bewusster Umgang mit Koffein tragen zusätzlich dazu bei, die Frühjahrsmüdigkeit zu lindern.
  • Sollten die Beschwerden länger anhalten oder sehr stark ausgeprägt sein, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert.

Was ist Frühjahrsmüdigkeit?

Die Tage werden länger, die Temperaturen wärmer und die Natur erwacht wieder zum Leben. Für viele Menschen bedeutet dieser Neuanfang frische Energie und gute Laune. Andere jedoch werden durch diese schnellen Veränderungen von der sog. Frühjahrsmüdigkeit erfasst.

Frühjahrsmüdigkeit ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein meist mehrere Wochen anhaltender Zustand vermehrter Müdigkeit und verringerter Leistungsfähigkeit im Frühling. Von diesem Phänomen sind meist in den Monaten von Ende Februar bis Mitte April jedes Jahr viele Menschen betroffen – also genau dann, wenn die Phase des typischen „Winterblues“ vorbei ist. Es handelt sich dabei also um eine im Zusammenhang mit dem Jahreszeitenwechsel auftretende Veränderung des Allgemeinbefindens.

Welche Symptome treten bei Frühjahrsmüdigkeit auf?

Die Beschwerden im Zuge einer Frühjahrsmüdigkeit sind verschieden und können individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den häufigen Symptomen zählen:

  • Anhaltende Müdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer und ausgeprägtes Schlafbedürfnis
  • Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen und Gereiztheit
  • Schwindelgefühl, Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen
  • Wetterfühligkeit und gelegentlich auch Gliederschmerzen

Woher kommt Frühjahrsmüdigkeit? – Mögliche Ursachen

Die Frühjahrsmüdigkeit ist wissenschaftlich und medizinisch bislang wenig untersucht. Als mögliche Erklärung gilt ein Ungleichgewicht der Hormone Serotonin und Melatonin. Melatonin – das sog. Schlafhormon – wird in der Zirbeldrüse produziert, und zwar v.a. bei Dunkelheit. Nach den langen, lichtarmen Wintermonaten hat der Körper entsprechend hohe Melatonin-Spiegel aufgebaut. Wenn die Tage im Frühling wieder länger werden, kurbelt das Sonnenlicht gleichzeitig die Produktion des „Glückshormons" Serotonin an, während weniger Melatonin ausgeschüttet wird.

Diese hormonelle Übergangsphase, die etwa 2-4 Wochen andauert, kann den Körper belasten und zu den typischen Symptomen führen.

Zusätzlich führen die schnell steigenden Temperaturen zu einem absinkenden Blutdruck, da sich die Gefäße bei warmem Wetter weiten. Dies kann insbesondere bei Personen mit ohnehin niedrigem Blutdruck zusätzlich ermüdend wirken und für Kreislaufprobleme sorgen.

Ein weiterer potenzieller Grund für die Frühjahrsmüdigkeit kann der vermehrte Pollenflug im Frühling sein. Wenn die Natur aufblüht, kann dies Allergikern zu schaffen machen. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren und verbraucht entsprechend viel Energie.

Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit? – Praktische Tipps

Frühjahrsmüdigkeit lässt sich meist gut mit einfachen Maßnahmen aus Bewegung, Licht, Schlafhygiene und Ernährung lindern. Wichtig ist, den Körper aktiv bei der Umstellung auf mehr Licht und wärmere Temperaturen zu unterstützen. Betroffene können ihr allgemeines Wohlbefinden in dieser Zeit häufig durch folgende Maßnahmen stärken – die idealerweise schon vorher in den Alltag integriert werden und nicht erst, wenn die Beschwerden bereits vorhanden sind:

  • Tageslicht und frische Luft nutzen: So oft wie möglich nach draußen gehen – egal ob Spazierengehen, einen Kaffee auf der Terrasse trinken oder mit dem Rad zur Arbeit fahren. Tageslicht hilft dem Körper, sich möglichst schnell an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen und die hormonelle Balance zu finden. Direkt am Morgen nach draußen zu kommen, ist besonders effektiv.
  • Regelmäßige Bewegung: Bewegung ist „die Wunderpille“ schlechthin, wenn es darum geht, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Tägliche Bewegung – idealerweise draußen – durch Spazieren, Radfahren, Gartenarbeit oder kurze Morgengymnastik am offenen Fenster. Mindestens 2- bis 3-mal pro Woche sollte die Bewegung auch intensiver ausfallen wie Joggen, Fitnessstudio oder anderer Sport. Regelmäßige Bewegung und moderater Sport bringen den Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung, ohne zu erschöpfen.
  • Ernährung: Neben Bewegung ist auch eine gesunde Ernährung eine fundamentale Säule für einen gesunden, vitalen Körper. Eine Vielfalt frischer, unverarbeiteter, hochwertiger Lebensmittel sollte die Basis jeder Ernährung darstellen. Mit steigenden Temperaturen wächst im Frühling auch wieder das Angebot an regionalen Lebensmitteln. Durch frische Wildkräuter aus der Natur (nur sammeln, was man sicher identifizieren kann) sowie vitalstoffeiche Superfoods (z.B. Grassaftpulver) kann der Speiseplan weiter angereichert werden.
  • Koffein: Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee, grüner Tee oder Matcha können in moderaten Mengen genutzt und genossen werden und bringen sogar eine Vielzahl gesundheitsförderlicher, antioxidativer Pflanzenstoffe mit sich. Zu viel Koffein kann langfristig jedoch Müdigkeit verstärken. Gegen 1-2 Tassen pro Tag – vorzugsweise zwischen Morgen und Mittag – ist im Regelfall nichts einzuwenden.
  • Vitamin D: Gegen Februar und März sind in unseren geographischen Breitengraden die Vitamin-D-Spiegel meist auf dem Tiefpunkt. Das kann das Risiko für Infekte erhöhen und sich auf das Wohlbefinden auswirken. Erst ab ca. April steht die Sonne wieder ausreichend hoch, damit die körpereigene Vitamin-D-Bildung über die Haut anlaufen kann. Daher sollte über den Winter regelmäßig Vitamin D eingenommen werden, um auch im Frühjahr noch über gute Speicher zu verfügen. Neben Vitamin D kann auch die Einnahme von B-Vitaminen und Magnesium einen positiven Effekt auf die Leistungsfähigkeit und Stimmung haben.
  • Wechselduschen: Manche lieben es, andere hassen es. Doch es lässt sich nicht bestreiten, dass eine kühle Dusche am Morgen den Körper aufweckt – auch ganz ohne Koffein. Dabei bzw. danach können auch belohnende Glücksbotenstoffe ausgeschüttet werden. Mit dem kalten Wasser sollten zuerst Beine und Arme abgeduscht werden. Anschließend – wer kann – Richtung Körpermitte auch den Oberkörper kalt abduschen.
  • Schlaf: Wer müde ist, sollte ausreichend schlafen. Das ist klar. Dabei sollten neben der Schlafdauer jedoch auch Schlafgewohnheiten und Schlafhygiene in die Gleichung einbezogen werden. Regelmäßige Schlafzeiten, eine ruhige, kühle und dunkle Schlafumgebung, eine entspannte Abendroutine und wenig helles (Bildschirm-)Licht am Abend können die Schlafqualität erheblich steigern.

Hinweis: Sollten die Symptome andauern oder Ihren Alltag massiv beeinträchtigen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um andere mögliche Ursachen wie z.B. eine Depression oder Schilddrüsenunterfunktion abzuklären.

Fazit: Frühjahrsmüdigkeit effektiv lindern und vital in den Frühling starten

Frühjahrsmüdigkeit ist zwar keine Krankheit, kann aber durch die hormonelle Umstellung, Temperaturschwankungen und individuelle Faktoren wie niedrigen Blutdruck oder Allergien deutlich spürbar sein. Die gute Nachricht: Mit ausreichend Tageslicht, regelmäßiger Bewegung, einer vitalstoffreichen Ernährung, optimierter Schlafhygiene und gezielter Unterstützung durch Mikronährstoffe lässt sich die Frühjahrsmüdigkeit meist effektiv lindern. Wer seinen Körper bewusst bei der Anpassung an die neue Jahreszeit unterstützt, schafft beste Voraussetzungen für mehr Energie und Wohlbefinden im Frühling.


FAQ – Häufige Fragen zu Frühjahrsmüdigkeit

Gibt es die Frühjahrsmüdigkeit wirklich?


Frühjahrsmüdigkeit ist kein Mythos, sondern ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen subjektiv erleben, aber medizinisch nicht als eigenständige Erkrankung betrachtet wird. Studien fehlen bislang noch, aber es wird eine hormonelle Umstellung durch die Veränderung von Tageslicht und Temperaturen als mögliche Ursache angenommen.

Welches Hormon ist für die Frühjahrsmüdigkeit verantwortlich?


Für die Frühjahrsmüdigkeit ist nicht ein einzelnes Hormon allein verantwortlich. Vielmehr spielen die hormonelle Umstellung und ein Ungleichgewicht zwischen Melatonin und Serotonin während der Übergangsphase vom Winter zum Frühling eine Rolle.

  • Das Schlafhormon Melatonin wird vom Körper v.a. bei Dunkelheit produziert und daher weniger ausgeschüttet, wenn die Tage nach dem Winter wieder länger werden.
  • Gleichzeitig kurbelt das Sonnenlicht die Produktion des „Glückshormons" Serotonin an, das durch mehr Licht vermehrt gebildet wird.

Diese hormonelle Umstellung bringt unseren Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend durcheinander.

Wie macht sich Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar?


Frühjahrsmüdigkeit äußert sich durch Symptome wie:

  • anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Gereiztheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Kreislaufprobleme

Wann beginnt die Frühjahrsmüdigkeit?


Die Frühjahrsmüdigkeit beginnt typischerweise Mitte März und dauert bis Mitte April an, individuell variabel, wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen.

Wie lange dauert Frühjahrsmüdigkeit?


Die Frühjahrsmüdigkeit dauert meist 2-4 Wochen an, bis sich der Körper an Licht und Temperatur angepasst hat. Durch viel Zeit draußen an der frischen Luft und Frühlingssonne kann die Umstellung unterstützt werden.

Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?


Tageslicht, moderate Bewegung an der frischen Luft, stabile Schlafrhythmen, ausgewogene Ernährung inklusive gezielter Supplementierung und Wechselduschen helfen am besten, um der Frühjahrsmüdigkeit zuvorzukommen.

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