Ist Kokoswasser gesund?

Ernährung
Ist Kokoswasser gesund?
zuletzt aktualisiert: 21.07.2026
Lesedauer: 9 Min
von der Lebenskraftpur Redaktion
Ist Kokoswasser gesund?

Ist Kokoswasser gesund?

Ist Kokoswasser gesund? Das erfrischende Getränk aus jungen Kokosnüssen gilt als natürlicher Lieferant von Elektrolyten und wird besonders nach dem Sport oder an heißen Tagen geschätzt. Doch wie sieht die wissenschaftliche Bewertung aus? In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Wirkung von Kokoswasser tatsächlich belegt ist, ob es beim Abnehmen unterstützen kann und wann Kokoswasser eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Getränken ist.

Inhaltsverzeichnis


Ist Kokoswasser gesund? – Das Wichtigste in Kürze

  • Kokoswasser ist kalorienarm und liefert natürliche Elektrolyte wie Kalium sowie kleinere Mengen Magnesium, Calcium und Natrium.
  • Die Wirkung von Kokoswasser besteht v.a. in der Unterstützung der Flüssigkeitszufuhr und der Versorgung mit Elektrolyten.
  • Für moderate Belastungen kann Kokoswasser eine erfrischende Option sein, um den Körper mit Flüssigkeit, Elektrolyten und Energie in Form von natürlichem Zucker zu versorgen.
  • Bei längerer und sehr schweißtreibender Aktivität sollte zusätzlich auf eine ausreichende Natriumzufuhr geachtet werden. Durch die Zugabe einer Prise Salz (Natriumchlorid) zum Kokoswasser kann der Natriumgehalt auf einfache Weise erhöht werden.
  • Im Vergleich zu Softdrinks enthält Kokoswasser weniger Zucker und Kalorien, unterstützt das Abnehmen jedoch nur indirekt als kalorienärmere Getränke-Alternative. Kokoswasser könnte aber aufgrund seines hohen Kaliumgehalts möglicherweise Bluthochdruck, einer häufigen Begleiterscheinung von Übergewicht, entgegenwirken.
  • Da Kokoswasser basenbildend verstoffwechselt wird, ist es hervorragend für eine basenbetonte Ernährung geeignet. Traditionell wird Kokoswasser auch gegen Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
  • In der Naturheilkunde wird Kokoswasser gelegentlich als sanftentgiftendbeschrieben, weil ihm eine unterstützende Wirkung auf die Nieren, den Harntrakt und die körpereigene Ausleitung zugeschrieben wird. Dafür gibt es jedoch nur begrenzte wissenschaftliche Belege.

Wie gesund ist Kokoswasser wirklich?

Kokoswasser ist die klare, leicht süßliche Flüssigkeit, die aus jungen, grünen Kokosnüssen gewonnen wird. Wie der Name bereits verrät, besteht es größtenteils aus Wasser. Gesundheitlich interessant ist Kokoswasser v.a. wegen der enthaltenen Mineralstoffe.

  • Denn es liefert von Natur aus v.a. Elektrolyte wie Kalium, dazu kleinere Mengen an Magnesium, Natrium und Calcium (vgl. Tabelle).
  • Daneben enthält es auch kleine Mengen Vitamin C und Spurenelemente wie Eisen und Kupfer.
  • Aufgrund des äußerst geringen Fettanteils und der moderaten Menge natürlichen Zuckers weist Kokoswasser zudem einen relativ niedrigen Kaloriengehalt auf.
Inhaltsstoff Menge pro 100 ml
Kalium 200-300 mg
Magnesium 10-25 mg
Natrium 10-50 mg
Calcium 20-50 mg
Vitamin C 20-25 mg
Energie 12-20 kcal
Zucker 2-4 g
Fett 0 g

Tab. 1: Inhaltsstoffe von Kokoswasser

Die konkreten Mengen unterscheiden sich natürlich von Produkt zu Produkt und unterliegen natürlichen Schwankungen – je nach Reife der Kokosnuss, Anbaugebiet oder Verarbeitung. Ein Glas mit 250 ml Kokoswasser kann dabei immerhin

  • knapp 600 mg Kalium,
  • etwa 45 mg Magnesium und
  • 85 mg Calcium enthalten.

Das erfrischende Trendgetränk wird besonders gerne kalt genossen und ist v.a. während oder nach Sporteinheiten oder an heißen Tagen beliebt. Denn Kokoswasser werden hydrierende, vitalisierende und ausleitende Eigenschaften zugeschrieben.


Was ist der Unterschied zwischen Kokoswasser und Kokosmilch?

Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit aus dem Inneren junger Kokosnüsse, während Kokosmilch aus dem Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse hergestellt wird. Kokoswasser ist deutlich leichter, fettarm und reich an Elektrolyten, wohingegen Kokosmilch cremiger, kalorien- und fettreicher ist und daher eher zum Kochen verwendet wird. Geschmacklich ist Kokoswasser eher mild, leicht süßlich und erfrischend, während Kokosmilch deutlich cremiger und intensiver nach Kokos schmeckt.

Kokoswasser Wirkung: Ausgleich des Wasser- und Elektrolythaushalts

Kokoswasser kann zur Flüssigkeitszufuhr beitragen und liefert von Natur aus v.a. Kalium, dazu kleinere Mengen anderer Elektrolyte. Damit ist es grundsätzlich ein erfrischendes Getränk für

  • Situationen, in denen man viel geschwitzt hat oder
  • einfach etwas Abwechslung zu Wasser sucht.

Als echtes isotonisches Getränk gilt es aber nicht automatisch, da der Natriumgehalt eher niedrig ist; und genau Natrium ist das wichtigste Elektrolyt, das in größeren Mengen über den Schweiß verloren geht.

Studien zeigen zwar, dass Kokoswasser während oder nach körperlicher Belastung grundsätzlich zur Rehydrierung geeignet sein kann, aber keinen klaren Vorteil gegenüber Wasser oder speziellen Sportgetränken aufweist1,2. Jedoch besitzt Kokoswasser im Vergleich zu reinem Wasser einen erfrischenden Geschmack und enthält verglichen mit vielen Sportgetränken meist keinerlei Zusatzstoffe.

Für moderate Belastungen kann Kokoswasser also eine erfrischende Option sein, um den Körper mit

  • Flüssigkeit,
  • Elektrolyten und
  • Energie in Form von natürlichem Zucker

zu versorgen. Bei längerer und sehr schweißtreibender Aktivität sollte jedoch auf eine ausreichende Natriumzufuhr geachtet werden.


Tipp: Durch die Zugabe einer Prise Salz (Natriumchlorid) zum Kokoswasser kann der Natriumgehalt auf einfache Weise erhöht werden. So kann auch dem schweißbedingten Natriumverlust effektiver entgegengewirkt werden.

Ist Kokoswasser gesund zum Abnehmen?

Kokoswasser kann beim Abnehmen grundsätzlich eine sinnvolle Wahl sein, wenn es anstelle von zuckerreichen Getränken wie Limonade, Eistee, Cola oder Fruchtsaft getrunken wird.

  • Es liefert Flüssigkeit,
  • schmeckt angenehm süßlich und
  • hat meist weniger Zucker und Kalorien als viele andere Getränke.

Als Vergleich: Während ein Glas Kokoswasser etwa 40 kcal aufweist, schlagen viele Softdrinks mit etwa 100 kcal zu Buche.

Jedoch kann Kokoswasser das Abnehmen nicht aktiv unterstützen: Es verbrennt nicht zusätzlich Fett und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch ein Kaloriendefizit. Die Basis der Flüssigkeitszufuhr sollten zudem Wasser oder ungesüßter Tee bleiben. Ein Glas Kokoswasser kann dabei jedoch eine willkommene, erfrischende Abwechslung bieten und liefert gleichzeitig wertvolles Kalium.

Darüber hinaus könnte Kokoswasser einer häufigen Begleiterscheinung von Übergewicht entgegenwirken: Bluthochdruck. Denn für die Regulation des Blutdrucks ist u.a. das über die Ernährung aufgenommene Verhältnis von Natrium zu Kalium verantwortlich.

  • Während eine hohe Natriumzufuhr den Blutdruck bei manchen Menschen erhöhen kann,
  • kann eine kaliumreiche Ernährung einen ausgleichenden Effekt haben.

Kleine Studien legen nahe, dass der regelmäßige Konsum von Kokoswasser – das natürlicherweise reich an Kalium ist – zu einer leichten Senkung des Blutdrucks beitragen könnte3,4.

Hilft Kokoswasser bei Übersäuerung?

Kokoswasser hat zwar einen leicht sauren pH-Wert, wird im Rahmen des Säure-Basen-Haushalts jedoch vielmehr als basenbildend eingeordnet, da es von Natur aus Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium liefert. Ob eine durch den Lebensstil bedingte „Übersäuerung“ überhaupt in dieser Form existiert, ist zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin umstritten. Doch unabhängig davon ist Kokoswasser für eine basenbetonte Ernährung oder Basenfasten-Kur definitiv geeignet.

Zudem wird Kokoswasser traditionell auch gegen Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt, da es eine kühlende, ausgleichende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt haben soll5.

Kann Kokoswasser zur Entgiftung verwendet werden?

Genauso wie der Begriff der Übersäuerung ist auch der Begriff der Entgiftung wissenschaftlich umstritten und nicht einheitlich definiert. Im naturheilkundlichen Umfeld wird Kokoswasser dennoch gelegentlich als sanft „entgiftend“ beschrieben, weil ihm eine unterstützende Wirkung auf

  • die Nieren,
  • den Harntrakt und
  • die körpereigene Ausleitung

zugeschrieben wird5. Für diese Sichtweise gibt es jedoch nur begrenzte wissenschaftliche Belege.


Interessant zu wissen: Auch in einigen religiösen Praktiken werden Kokoswasser reinigende Eigenschaften zugeschrieben. So wird es zur Reinigung heiliger Stätten oder ritueller Gegenstände verwendet, um negative Energien zu beseitigen und eine spirituell förderliche Umgebung zu schaffen5.

Fazit: Ist Kokoswasser gesund?

Kokoswasser gesund zu genießen bedeutet v.a., es als natürliche, kalorienarme Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung zu betrachten. Das Getränk liefert wertvolle Elektrolyte wie Kalium, unterstützt die Flüssigkeitszufuhr und eignet sich besonders nach moderater körperlicher Aktivität oder an heißen Tagen. Wissenschaftlich belegte Vorteile bestehen v.a. in der Rehydrierung und der Versorgung mit Mineralstoffen, während Effekte auf Abnehmen, Entgiftung oder den Säure-Basen-Haushalt bislang nur begrenzt belegt sind. Insgesamt ist Kokoswasser gesund, wenn es als erfrischende Alternative zu zuckerreichen Getränken und nicht als Wundermittel verstanden wird.


FAQ – Häufige Fragen zur Wirkung von Kokoswasser

Ist Kokoswasser wirklich so gesund?

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Kokoswasser kann gesund sein, wenn es als Teil einer ausgewogenen Ernährung getrunken wird. Es liefert Flüssigkeit sowie Mineralstoffe, allen voran Kalium, ist meist kalorienärmer als viele andere süße Getränke und kann deshalb eine gute, erfrischende Alternative zu Limonade oder Saft sein.

Wofür ist Kokoswasser gut?

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Kokoswasser eignet sich v.a. zur Flüssigkeitszufuhr, etwa nach dem Sport, an heißen Tagen oder wenn man einfach ein erfrischendes Getränk möchte. Durch seine Elektrolyte kann es helfen, den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt zu unterstützen. Zudem existieren Hinweise auf eine mögliche blutdrucksenkende Wirkung und traditionell wird es auch zu ausleitenden Zwecken verwendet.

Wie viel Kokoswasser am Tag ist gesund?

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Eine feste Menge gibt es nicht, aber für die meisten gesunden Menschen sind 1-2 Gläser Kokoswasser pro Tag geeignet. Entscheidend ist die Gesamtmenge an Flüssigkeit, der restliche Ernährungsstil und das Aktivitätspensum.

Ist es gesund, jeden Tag Kokoswasser zu trinken?

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Ja, in moderaten Mengen kann das für viele Menschen gut in den Alltag passen. Allerdings sollte man nicht ausschließlich Kokoswasser trinken und insbesondere bei Nierenerkrankungen ist bei täglichem Konsum wegen der hohen Kaliumzufuhr Vorsicht geboten.

Hat Kokoswasser eine kühlende Wirkung auf den Körper?

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Viele Menschen empfinden Kokoswasser als angenehm erfrischend und „kühlend“, insbesondere an warmen Tagen. Der Effekt kommt v.a. daher, dass es Flüssigkeit liefert und leicht trinkbar ist.

Ist Kokoswasser gesund für den Darm?

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Kokoswasser wird von vielen Menschen gut vertragen und kann bei leichter Dehydrierung oder nach Belastung eine sanfte Option zur Flüssigkeitsaufnahme sein. Bei empfindlichem Darm kann es bei manchen Menschen aber auch zu Unwohlsein im Magen-Darm-Trakt führen. Das ist individuell unterschiedlich.

Ist Kokoswasser gesund für die Nieren?

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Für gesunde Nieren ist Kokoswasser in moderaten Mengen meist unproblematisch oder sogar förderlich. Bei Nierenerkrankungen ist aber Vorsicht geboten, weil Kokoswasser viel Kalium enthält und das bei eingeschränkter Nierenfunktion problematisch werden kann. Wer Nierenprobleme hat, sollte größere Mengen daher nur nach ärztlicher Rücksprache trinken.

Hat Kokoswasser eine positive Wirkung auf den Blutdruck?

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Kokoswasser kann durch seinen Kaliumgehalt grundsätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung und einem guten Natrium-Kalium-Verhältnis beitragen, was mit positiven Effekten auf den Blutdruck in Verbindung gebracht wird. Es gibt Hinweise, dass Kokoswasser eine leichte Senkung von erhöhtem Blutdruck unterstützen kann, aber die Datenlage ist begrenzt.

Ist Kokoswasser genauso gesund wie Kokosmilch?

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Kokoswasser und Kokosmilch sind sehr unterschiedlich. Kokoswasser ist leichter, kalorienärmer und v.a. ein Getränk, während Kokosmilch deutlich fettreicher, cremiger und eher eine Zutat zum Kochen ist. Gesund sein können beide, aber auf ganz unterschiedliche Weise und für unterschiedliche Zwecke.

Quellen

  1. Kalman, Feldman, et al., ‘Comparison of coconut water and a carbohydrate-electrolyte sport drink on measures of hydration and physical performance in exercise-trained men’, Journal of the International Society of Sports Nutrition 2012 9:1, vol. 9, no. 1, pp. 1-, Jan. 2012. [Accessed: 2 July 2026].
  2. Peart, Hensby, et al., ‘Coconut Water Does Not Improve Markers of Hydration During Sub-maximal Exercise and Performance in a Subsequent Time Trial Compared with Water Alone’, Int. J. Sport Nutr. Exerc. Metab., vol. 27, no. 3, pp. 279–284, Jun. 2017. [Accessed: 2 July 2026].
  3. Gullapalli, Tekade, et al., ‘EFFECT OF SUPPLEMENTATION OF TENDER COCONUT WATER ON BLOOD PRESSURE OF PRIMARY HYPERTENSIVE SUBJECTS’, INTERNATIONAL JOURNAL OF MEDICAL RESEARCH & HEALTH SCIENCES, vol. 2.0, no. 2, pp. 172–176, 2013.
  4. Alleyne, Roache, et al., ‘The control of hypertension by use of coconut water and mauby: two tropical food drinks’, West Indian Med. J., vol. 54, no. 1, pp. 3–8, 2005. [Accessed: 2 July 2026].
  5. Bose, Ghosh, et al., ‘Beyond the Beverage: The Versatility and Health Benefits of Coconut Water’, Journal of Drug Delivery and Therapeutics, vol. 16, no. 1, pp. 171–176, Jan. 2026.
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