Magnetfeldtherapie in der Tiermedizin

Magnetfeldtherapie jetzt auch in der Tiermedizin? Ja!

Wir erklären euch in diesem Beitrag wie eine Magnetfeldtherapie auch bei den geliebten Haustieren und anderen Tieren funktioniert und Anwendung finden kann.

Einsatz von Magnetfeldgeräten

Pulsierende Magnetfeldgeräte werden schön seit geraumer Zeit bei Menschen sowohl in der unterstützenden Therapie wie auch in der Prophylaxe und im Wellnessbereich mit sehr großem Erfolg eingesetzt. Zahlreiche Studien und Untersuchungen belegen die positive Wirkung pulsierender Magnetfelder gerade auch im Sportbereich.

Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass Magnetfeldgeräte auch schon sehr lange in der Tiermedizin und im Hochleistungstierbereich Verwendung finden. Reit- und Springpferde, aber auch Spür-, Polizei- oder Schlittenhunde werden mit pulsierenden Magnetfeldern behandelt um Schmerzen zu lindern sowie die Regeneration und Entspannung zu fördern.

Es scheint, dass die Magnetfeldtherapie bei Tieren sogar noch besser anschlägt als beim Menschen!

Und dies sowohl als Solo-Anwendung wie auch in der Kombination mit naturheilkundlichen oder schulmedizinischen Behandlungen.

Dies ist deswegen so bemerkenswert da es bei Tieren keinen Placebo-Effekt geben kann. Hunde, Katzen oder Pferde können sich eine Wirkung nicht einbilden – entweder die Therapie wirkt oder sie tut es nicht.

Dies alleine sollte schon ausreichen die Einwendungen gegen die Magnetfeldtherapie als unsinnig zurückzuweisen.

Noch stärkere Wirksamkeit bei Tieren

Dass Tiere besser auf die Magnetfeldtherapie ansprechen kann mit dem Magnetsinn zusammenhängen. Dieser ist bei fast allen Tierarten vorhanden und funktionstüchtig.

Beim Menschen ist er allen Untersuchungen nach verkümmert, obwohl die entsprechende Gensequenz „CRY“ auch in allen menschlichen Zellen zu finden ist.

Tiere können auch Magnetfelder spüren und womöglich auch Frequenzen, welche Ihnen besonders gut tun. Besitzer therapeutischer Magnetfeldmatten berichteten, dass Ihre Haustiere die Nähe der aktivierten Matten suchten. Verließen sie die Matten während diese noch aktiv waren machten sich’s Hunde und Katzen sofort darauf bequem. Dies führte letztendlich zur Entwicklung spezieller Matten für Haustiere.

Welche Tiere können behandelt werden

Die Magnetfeldtherapie kann bei allen Tieren angewandt werden. Magnetrezeptoren wurden sogar bei den primitivsten Lebensformen wie z.B. Fadenwürmern nachgewiesen – allerdings hält man die selten als Haustier.

Die Anwendungsgebiete beim Tier

Die Anwendungsgebiete gleichen denen von Menschen.

Verbreitet sind die unterstützende Behandlung von:

  • Entzündungen
  • Ödemen
  • Heilung von Wunden
  • Knochenbrüchen
  • Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen
  • Osteoporose
  • Arthrose und Arthritiden
  • Knorpelerweichungen
  • Sehnendegenerationen
  • etc.

Die Magnetfeldtherapie ist eine biologische Zelltherapie, sie verbessert die Zellerneuerung, regt die Hormon- und Enzymsysteme an, verbessert die Zellatmung und den Fluss der Körpersäfte. Zellen und Organe werden besser durchflutet, sie erhalten bis zu 1200% mehr Sauerstoff. Dadurch können krankhafte Prozesse gestoppt werden, Medikamente werden schneller im Körper transportiert, so können sie besser wirken, die Dosis kann vermindert werden.

Wo kann man sein Tier behandeln lassen

Die Magnetfeldtherapie kann in einer Praxis, einem Therapiezentrum oder auch zuhause stattfinden, falls ein Gerät zur Heimbehandlung gekauft wurde.

Hunde und Katzen fühlen ob das Magnetfeld eingeschaltet ist oder nicht – bei aktiviertem Magnetfeld legen sie sich ganz ruhig auf die Matte und verlassen diese wieder sobald die Matte ausgeschaltet wird. Sie scheinen diese Behandlung als wohltuend und entspannend zu empfinden.

Behandlung und Behandlungsintervalle

Normalerweise dauern Behandlungsintervalle 15-30 Minuten, bei degenerativen Erkrankungen wird die Therapie mit pulsierenden Magnetfeldern immer auch als Langzeitbehandlung durchgeführt.

Bevor sie Ihr Haustier einer therapeutischen Magnetfeldbehandlung unterziehen sollten Sie einen Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker konsultieren. 

Nur mit einer vernünftigen Diagnose können Sie auch Zuhause ein Magnetgeldgerät für Ihr Haustier sinnvoll einsetzen. Oftmals ist sogar eine allein-Behandlung mit einem pulsierenden Magnetfeld ausreichend. Bei Wellness- oder Regenerationsprogrammen sowie bei einer bereits diagnostizierten chronischen Erkrankung geht das natürlich auch ohne einen Therapeuten zu konsultieren.

Allgemein gilt: Den optimalen Therapieerfolg erreichen Sie nur bei regelmäßiger Anwendungen – dies ist hier nicht anders als bei der Magnetfeldtherapie beim Menschen.

Zu Beginn 1-2 mal täglich. Später dann mehrmals die Woche (alle 2-3 Tage).

Gerade Erkrankungen wie Spondylose, Dackellähme, Osteoarthritis oder -arthrose treten häufig bei Haustieren im fortgeschritteneren Alter auf. Injektionen und Arzneimittel sind bei Hunden und Katzen gleichermaßen unbeliebt, während sie Magnetfeldbehandlungen sehr schätzen.

Eine neuere Studie aus dem Jahre 2012 konnte bei der sehr schmerzhaften Osteoarthritis eine Gleichwertigkeit zwischen Behandlung mit Schmerzmitteln und der Behandlung mit einem pulsierenden Magnetfeld nachgewiesen werden. Auf lange Sicht waren die Magnetfelder sogar überlegen.

Verschiedene Arbeiten über Magnetfelder bei Vierbeinern

Osteoarthritis (OA) ist die häufigste Ursache für chronische Schmerzen bei jungen und alten Hunden. OA ist eine chronisch degenerative Erkrankung der Gelenke, die charakterisiert ist durch die Zerstörung des Gelenkknorpels.

Dies führt zu Entzündungen, Synovitis (Entzündung der Gelenkschleimhaut der Gelenkkapsel), Produktion von marginalen Osteophyten (umschriebene Knochenneubildungen, die im Rahmen von degenerativen Knochenverränderungen (z.B. Arthrose) vom Periost (Knochenhaut) ausgehen) und subchondralen Sklerosen (JOHNSTON u. BUDSBERG, 1997).

Das Ziel der Behandlung von OA ist es, die Entzündung einzudämmen, die Beweglichkeit des Gelenkes zu erhalten oder wiederherzustellen und die Belastbarkeit zu erhöhen. Es gibt verschiedenste medizinische Behandlungen, wie zum Beispiel nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID), schmerzstillende Mittel, Nahrungsergänzungsmittel und spezielle Diätnahrung, bis hin zu chirurgischen Methoden (SANDERSON) et al., 2009).

Obwohl sich diese als sehr effektiv erwiesen haben, gibt es jedoch immer Nebenwirkungen.

Daher ist es an der Zeit für alternative Methoden, wie zum Beispiel die Therapie mit einem elektromagnetischen Feld, welches in der Humanmedizin schon weit verbreitet ist (MARKOV, 2007; RYANG et al., 2012).

Pulsierende Magnetfelder stimuliert biologische Prozesse wie zum Beispiel eine Vasodilatation (Gefäßerweiterung, bessere Durchblutung), das Gewebe wird besser mit Sauerstoff versorgt und es kommt zu einem Rückgang der Schmerzen, ohne dabei Hitze zu entwickeln (PIPITONE u. SCOTT, 2011).

In einer Studie von Pinna et al. (2012) wurde der Effekt von Magnetfeldern an Hunden untersucht, bei denen OA schon vor einiger Zeit diagnostiziert wurde (mindestens 4 Wochen). Es wurde eine Kontrollgruppe eingerichtet, welche über den Zeitraum der Studie von 20 Tagen mit den üblichen NSAIDs (Previcox; Merial; 5mg/kg 1x tgl) behandelt wurden.

Die OA in einem oder mehreren Gelenken wurde bei allen Hunden mittels Röntgenaufnahmen bestätigt und es wurde eine komplette klinische Untersuchung durchgeführt, um andere Diagnosen für die Lahmheit auszuschließen.

Die Hunde wurden zur Therapie auf eine pulsierende Magnetfeld-Matte gelegt, welche mit einer zyklischen Frequenz von 3, 22, 250, 500 Hz und einer Intensität von 0,75 µT arbeitete. Die Behandlung dauerte 10 Minuten. Danach wurde ein kleines Pad auf das betroffene Gelenk gelegt und mit einer zyklischen Frequenz von 0,3-1,5-3 Hz und einer Intensität von 0,75 µT für 8 Minuten gearbeitet. Dieses Procedere wurde 3-6 mal in der Woche für 20 Behandlungen wiederholt.

In der Gruppe, welche ausschließlich mit Magnetfeldern behandelt wurde, verbesserte sich die Lahmheit nach 10 Behandlungen um 84% um mindestens einen Grad (Graduierung von 0 bis 4), und um 92 % nach 20 Behandlungen. In der Gruppe, welche mit NSAIDs behandelt wurde, stellte sich nach 10 Behandlungen eine Verbesserung von 80 % und 93 % nach 20 Behandlungen ein. Nach diesen 20 Tagen wurden die schmerzstillenden Medikamente abgesetzt.

Nach ca. 4 Monaten musste jedoch erneut mit der Gabe begonnen werden, da sich die Lahmheit bei den Tieren wieder verschlimmerte.

Ganz im Gegenteil zur Magnetfeld-Gruppe, bei der die Hunde nach 12 Monaten immer noch stabil waren, und keine Schmerzmittel benötigten.

Diese Studie zeigte, dass sich die Behandlung mit pulsierenden Magnetfeldern als genauso effektiv erweist, wie die Therapie mit Schmerzmitteln. Bei der Mehrheit der Hunde verbesserten sich die Lahmheit und die Schmerzen ungefähr in der Mitte der Therapie und sie blieben in diesem Status vom Ende der Behandlung bis zum Ende der Studie ohne dass Schmerzmittel benötigt wurden.

Röntgenologisch konnte jedoch keine Verbesserung dargestellt werden, möglicherweise weil 20 Behandlungen in diesem Fall einfach zu wenig sind. Darüber hinaus war ebenfalls zu beobachten, dass sich mit dem Rückgang der Schmerzen auch das Verhalten der Hunde zum Positiven verändert hat. Dies zeigt, dass sich eine bessere Lebensqualität bei den Hunden eingestellt hat, was nur bei der Gruppe von Hunden zu beobachten war, welche mit Magnetfeldern behandelt wurden.

Es wird angenommen, dass pulsierende Magnetfelder den Transport von Ionen, wie zum Beispiel Natrium verändert und dadurch eine konsequente Modifikation von Membranpotentialen bewirkt. Dieser Prozess induziert einen Rückgang von Übertragungssignalen, welche die Synthese von Wachstumsfaktoren stimulieren, die von Bedeutung sind bei der Formation von Knochen und Knorpel (MARKOV, 2007).

Der analgetische Effekt von pulsierenden Magnetfeldern kann einerseits ein Resultat eines direkten Effektes auf die Gehirnwellen sein, oder es beeinflusst das endogene und exogene Opioidsystem (THOMAS et al.,2007).

Die meisten Studien in Bezug auf OA und Magnetfelder empfehlen eine Frequenz von 75 Hz und einer Range von 1,5-3 mT., da sich bei dieser Frequenz der größte positive Effekt auf die Chondrozyten, Fibroblasten und Knorpelbildung einstellt.

Außerdem stellte sich heraus, dass diese Frequenz von den Patienten welche sich der Behandlung aus unterschiedlichsten Gründen unterzogen (Arthroskopie, Kreuzbandriss, Osteonekrosen), sehr gut toleriert wird. Die behandelten Patienten zeigten weniger Schmerzen, benötigten weniger Antiphlogistika und die Nekrosen wurden reduziert. Es zeigte sich, dass sich auch in späteren Phasen der OA eine Magnetfeld-Therapie als sehr effektiv erweist.

In der Literatur sind keine spezifischen Angaben über die Dauer der einzelnen Behandlungen angegeben. Es hat sich jedoch gezeigt, dass selbst eine Behandlung die sich über einen längeren Zeitraum als 6 Stunden pro Tag erstreckt, keine negativen Auswirkungen auf den Patienten hat.

Weitere Studien belegen die Wirksamkeit bei Hunden

Eine weitere Studie von LEOICI et al. (2014) hat sich mit dem Einsatz von pulsierenden Magnetfeldern bei „benignen Prostatahyperplasien“ beim Hund beschäftigt. Die Hunde wurden zweimal täglich für 5 Minuten über drei Wochen lang behandelt.

Die dabei gewählte Frequenz lag bei 4-12 Hz mit einer Intensität von ca. 105 mT.

Während der gesamten Behandlung zeigte kein einziger Hund Unbehaglichkeit und es wurden auch lokal oder systemisch keine negativen Effekte bemerkt.

Ebenfalls keinen negativen Effekt hatte die Behandlung auf das Gewicht, das Blutbild, den Urin, die innere Körpertemperatur, die Puls- und Atemfrequenz und das Allgemeinverhalten während der ganzen Behandlung.

Das Volumen der Prostata verringerte sich nach der Therapie über 3 Wochen um 57 %, dabei blieb die Samenqualität und die Libido erhalten.

Da ein pulsierendes Magnetfeld einen stimulierenden Effekt auf den Blutfluß hat, kann es lokal zu einem minimalen Anstieg der Temperatur kommen.

Anforderungen an Magnetfeldmatten für Tiere

Es ist durchaus sinnvoll, seinem Haustier eine eigene Magnetfeld-Matte zu kaufen, da sich die Matten für Tiere in einigen nicht unwichtigen Details von Magnetfeld-Matten für Menschen unterscheiden (sollten).

Wichtige Unterschiede:

  • Wasserdicht
  • Bissfest
  • Etwas andere Frequenzen
  • Aktivierbar durch das Haustier ohne Hilfe des Besitzers

Zusammenfassung

Pulsierende Magnetfelder stellen vielseitig einsetzbare Behandlungsmöglichkeiten dar.

Es hat einen positiven Effekt auf das Knorpel- und Knochenwachstum, beschleunigt die Wundheilung und kann zum Teil die Gabe von Schmerzmitteln ersetzen. Außerdem wurde noch kein negativer Effekt auf die Zusammensetzung des Blutes, Körpergewicht oder Allgemeinverhalten beobachtet.

Die Tiere verhielten sich während der Therapie stets ruhig und gelassen, was die Anwendung auch für den Patientenbesitzer zuhause ermöglicht. Ein weiterer Vorteil dieser nicht-invasiven Therapie.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Erfolge der pulsierenden Magnetfelder bei Tieren die guten Ergebnisse der pulsierenden Magnetfeldtherapie beim Menschen mehr als bestätigen.

Die Indikationen und Krankheitsbilder ähneln sich zum Teil sehr.

Die Studienergebnisse lassen sich nicht anzweifeln, Tiere lügen nicht oder bilden sich eine Wirkung ein.

Quellen

Johnston SA and SC Budsberg, 1997. Nonsteroidal anti-inflammatory drugs  and corticosteroids for the  management of canine osteoarthritis. Vet Clin North Am Small Anim Pract.27:841-862.

Leoci, R.Aiudi G. Silvestre, F.Lissner E., Lacalandra,G.M. 2014, Effect of pulsed electromagnetic field therapy on prostate volume and vascularity in the treatment of benign prostatic hyperplasia: a pilot study in a canine model. The Prostate 74: 1132-1141.

Markov MS, 2007, Pulsed electromagnetic filet therapy history, state of the art and future. Environmentalist, 27: 465-475.

Pinna, S., Landucci, F., Tribuiani A. M., Carli F., Venturini A. 2012, The effects of pulsed electromagnetic field in the treatment of osteoarthritis in dogs: a clinical study. Pakistan Veterinary Jourrnal, ISSN: 2074-7764.

Pipitone N and DL Scott 2001. Magnetic Pulse Treatment for knee osteoarthritis: a randomised, double-blind, placebo controlled study. Curr Med Res Opin, 17: 190-196.

Ryang WeS, YH Koog, Kl Jeong and H Wi, 2012. Effects of pulsed electromagnetic field on knees osteoarthritis: a systematic review. Rheumatology, doi: 10, 1093/rheumatology/kes063

Sanderson RO, C Beata, RM Flipo, JP Genevois, C Macias, S Tacke, A Vezzoni and JF Innes, 2009. Systematic review of the management of canine osteoarthritis. Vet Rec, 164:418-424.

Thomas AW, K Graham, FS Prato, J Mckay, PM Forster, DE Moulin and S Chari, 2007. A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial using a low-frequency magnetic field in the treatment of musculoskeletal chronic pain Pain Res Manag, 12:249-258.

Jürgen Kaa ist Mitgründer von Lebenskraftpur. Als geprüfter Pharmaberater mit 25 Jahren Berufserfahrung in der Naturheilkunde ist er auf den Spuren vergessener Therapien und vom Markt verschwundenen Präparaten, um seinen Kunden die natürlichste und wirkungsvollste Hilfe zu bieten.

Mehr Lebensenergie!

Wie du deine Kraftwerke des Lebens auf Hochtouren bringst.

Steigere deine Energie, Kraft und deinen Antrieb

Lerne die Einflussfaktoren auf die Lebensenergie kennen

Erhalte praktische Anwendungstipps zur Energiesteigerung

E-Book herunterladen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.