Helicobacter pylori als Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs

Inhaltsverzeichnis

Sulforaphan aus Brokkoli im Einsatz gegen Helicobakter pylori

Sulforaphan ist ein vielversprechender Pflanzenstoff bei einer Helicobakter-Besiedelung. Der sekundäre Pflanzenstoff ist vor allem in Brokkoli besonders stark enthalten. Und er vereint gleich zwei wesentliche Eigenschaften, die für eine Bekämpfung von H. pylori und seiner negativen Auswirkungen wichtig sind:

  1. In Laboruntersuchungen kann der sekundäre Pflanzenstoff einerseits das Bakterium in seiner Ausbreitung stoppen (anti-mikrobiell).
  2. Er kann aber auch im menschlichen Organismus Zielstrukturen beeinflussen, die eine Entartung und Vermehrung von Tumorzellen verhindern können (anti-cancerogen), falls die Infektion mit H. pylori sich bereits zu einer chronischen Gastritis oder zum Magenkrebs weiterentwickelt hat.

Aufgrund dieser starken anti-mikrobiellen und anti-cancerogenen Eigenschaften von Sulforaphan könnte der sekundäre Pflanzenstoff ein ernährungsbedingter Schutz zur Krebsprävention sein.

Sulforaphan und Helicobakter pylori: Die Studienlage

Obwohl es noch an aussagekräftigen Studien an Probanden fehlt, sind die Ergebnisse zu Sulforaphan und seinen Effekten in Laboruntersuchungen bereits vielversprechend.

Studienlage zur Eindämmung einer Helicobacter-Besiedelung

So konnte in Laborstudien gezeigt werden, dass Sulforaphan das Wachstum und die Vermehrung von Helicobakter-Bakterien hemmt (= bakteriostatische Wirkung). Die Bakterien abtöten (= bakterizid) kann der sekundäre Pflanzenstoff jedoch nur, wenn er im Versuchsaufbau direkt auf die Bakterien gegeben wird1.

Des Weiteren kann Sulforaphan die Urease-Aktivität von H. pylori blockieren2. Das Bakterium benötigt dieses Enzym, um Ammoniak zu erzeugen und damit den Säuregehalt des Magens für die Magenschleimhautbesiedelung zu neutralisieren.

Studienlage zur Krebsbekämpfung

Auch krebssuppressive Eigenschaften von Sulforaphan wurden nachgewiesen. Der schwefelhaltige Pflanzenstoff beeinflusst verschiedene molekulare Zielstrukturen, die eine unerwünschte Entartung von Zellen bzw. deren Vermehrung nachweislich in Laborversuchen hemmen können3,4.

In klinischen Studien wird bereits die begleitende diätetische Gabe von Sulforaphan an Krebspatienten getestet. Es fehlen bislang jedoch eindeutige Ergebnisse.

Welche Form ist am gesündesten – Brokkoli, Brokkoli-Sprossen oder Nahrungsergänzung?

Brokkoli ist die beste Quelle für Sulforaphan. Wichtig ist eine schonende Zubereitung des Gemüses, um die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe zu erhalten.

Brokkoli-Sprossen weisen höchsten Sulforaphan-Gehalt auf

Empfehlenswerter ist die Verwendung von Brokkoli-Sprossen. Durch den Keimprozess werden Begleitstoffe in den Samen abgebaut, die sonst die Aufnahme der Pflanzenstoffe und Mineralien verhindern würden. Außerdem wird durch das Keimen Sulforaphan erst in großen Mengen gebildet. Daher weisen Brokkoli-Sprossen den weitaus höchsten Sulforaphan-Gehalt auf. Allerdings benötigt man für therapeutisch wirksame Mengen an Sulforaphan große Mengen an Brokkoli-Sprossen. Nahrungsergänzungsmittel können daher eine sinnvolle Alternative sein.

Nahrungsergänzungsmittel – worauf sollte man achten?

Wenn Sie sich für Brokkoli-Sprossen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln entscheiden, sollten Sie unbedingt auf die Qualität und Verarbeitung der Brokkoli-Sprossen achten.

Rohkostqualität stellt sicher, dass durch die schonende Verarbeitung bei niedrigen Temperaturen alle wertvollen Inhaltsstoffe der Sprossen erhalten bleiben. Und Bio-Produkte garantieren eine hohe Qualität der Pflanzen ohne chemische Pestizid-Belastungen. Darüber hinaus kann auch die Auswahl des Saatguts und die Qualität der Anbaufläche über den Sulforaphan-Gehalt des Brokkoli entscheiden, sofern die Anbieter diese Informationen teilen.

Quellen

  1. J. W. Fahey et al., “Sulforaphane inhibits extracellular, intracellular, and antibiotic-resistant strains of Helicobacter pylori and prevents benzo[a]pyrene-induced stomach tumors,” Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, vol. 99, no. 11, pp. 7610–7615, May 2002. [Accessed: 4 March 2022].
  2. J. W. Fahey et al., “Urease from Helicobacter pylori is inactivated by sulforaphane and other isothiocyanates,” Biochemical and biophysical research communications, vol. 435, no. 1, p. 1, May 2013. [Accessed: 8 March 2022].
  3. J. D. Clarke et al., “Multi-targeted prevention of cancer by sulforaphane,” Cancer letters, vol. 269, no. 2, p. 291, Oct. 2008. [Accessed: 4 March 2022].
  4. R. Khalid AL-Ishaq et al., “biomolecules Phytochemicals and Gastrointestinal Cancer: Cellular Mechanisms and Effects to Change Cancer Progression”.


Zurück zu Gesundheit & Ernährung-Übersicht

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Logo

Klaudius Breitkopf

Sportökonom

„Als erfahrener Sportökonom weiß ich, dass Ernährung und Sport einfach zusammengehören. Dabei spielt die Qualität der Lebensmittel eine große Rolle. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitgliedern die Nahrungsergänzungen von Lebenskraftpur an.“