Erhöhte Blutzuckerwerte – mögliche Ursachen und Maßnahmen

Inhaltsverzeichnis

Was geschieht bei einem erhöhten Blutzuckerwert?

Von erhöhten Blutzuckerwerten spricht man, wenn die Konzentration der Glukose im Blut zu einem beliebigen Zeitpunkt nach einer Mahlzeit 140 mg/dl übersteigt. Dabei wurde die Glukose, die während der Nahrungszerkleinerung im Darm freigesetzt wird, nicht in ausreichenden Mengen aus der Blutbahn in die Körperzellen aufgenommen. Ursachen können entweder eine temporär unzureichende Insulinproduktion oder eine unzureichende Sensitivität der Körperzellen gegenüber dem Insulinhormon sein.

Wie lassen sich temporär erhöhte Blutzuckerwerte normalisieren?

Ausreichend Bewegung, Maßnahmen zur Stressreduktion sowie eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung helfen, den Blutzucker wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Vor allem der Einbau komplexer Kohlenhydrate wie sie u.a. in Vollkornprodukten zu finden sind, anstelle einfacher Kohlenhydrate bei der Ernährung hat sich bewährt. Denn komplexe Kohlenhydrate werden nur langsam ins Blut freigesetzt und sorgen für ein nachhaltiges Sättigungsgefühl.

Wichtige Mikronährstoffe erhöhen die Insulinsensitivität und schützen den Körper bei erhöhten Blutzuckerwerten

Darüber hinaus kann die richtige Versorgung mit Mikronährstoffen den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen und wichtige Organstrukturen des Körpers vor möglichen Schäden durch erhöhte Blutzuckerwerte schützen.

Zink

So ist Zink beispielsweise ein wichtiger Mikronährstoff, der gerade für die Synthese, Speicherung und Ausschüttung von Insulin unerlässlich ist. Das Spurenelement verbessert darüber hinaus die Effizienz des Insulins und wirkt sich dadurch positiv auf leicht erhöhte Blutzuckerwerte aus. Sind die erhöhten Blutzuckerwerte Folge eines Infekts, profitiert der Körper gleichzeitig von seiner immunsteigernden Wirkung1.

Magnesium

Auch Magnesium beeinflusst den Blutzuckerspiegel positiv. Indem es die Bindung von Insulin an seinen Rezeptor auf den Körperzellen vermittelt, erhöht es die Insulinsensitivität der Zellen. Zudem hilft das Spurenelement bei Stress, die übermäßige Produktion von Stresshormonen zu senken und die Nervenfunktionen zu regulieren2.

B-Vitamine

Wichtige B-Vitamine, allem voran B1, B6, B12 und Folsäure, können zudem empfindliche Gewebestrukturen vor Schäden durch erhöhte Blutzuckerwerte bewahren. Zu ihnen zählen vor allem die Nerven- und Blutgefäße unseres Körpers3.

Erhöhte Blutzuckerwerte bei Übergewicht als mögliches Anzeichen einer Diabeteserkrankung

Treten die erhöhten Blutzuckerwerte in Kombination mit Übergewicht auf, können sie bereits erste Anzeichen einer Diabeteserkrankung sein. Dann ist es wichtig, das Körpergewicht durch Kalorienrestriktion und Sport auf ein gesundes Niveau zurückzubringen, um dauerhaften Organschäden durch erhöhte Blutzuckerwerte und ein Fortschreiten der Diabeteserkrankung vorzubeugen.

Eine Steigerung des Fettstoffwechsels kann die Gewichtsreduktion erleichtern

Ein aktiver Fettstoffwechsel kann dabei die Gewichtsreduktion unterstützten. Oftmals kann Fett aufgrund einer mangelnden Versorgung mit Mikronährstoffen nur unzureichend für körpereigene Vorgänge verwertet werden und wird dann als Speicherfett in den Fettzellen gelagert. Die Folge: obwohl wir uns sportlich betätigen und weniger Kalorien zu uns nehmen, bauen wir trotzdem kein Fett ab.

Durch die richtige Kombination an Mikronährstoffen kann die Effizienz des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels gesteigert werden.

Für einen effizienten Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel braucht es die richtige Kombination an Mikronährstoffen.

Dazu gehören die B-Vitamine sowie die Mineralstoffe Zink, Magnesium und Eisen. Sie alle sind maßgeblich an der direkten Verwertung von Kohlenhydraten, Fett und Proteinen beteiligt und erhöhen die Fettverwertung.

Fazit

Ein gesunder Blutzuckerspiegel schützt die empfindlichen Nerven- und Blutgefäße unseres Körpers vor Langzeitschäden. Temporär erhöhte Blutzuckerwerte können in gewissen Situationen auftreten und lassen sich mit bestimmten Maßnahmen wieder zurück ins Gleichgewicht bringen. Bleiben sie dagegen dauerhaft erhöht, ist eine Abklärung durch einen Arzt ratsam, um zu prüfen, ob organische Schäden die Ursachen sind oder bereits ein Diabetes vorliegt.

Quellen

  1. Q. I. Sun, R. M. van Dam, W. C. Willett, and F. B. Hu, “Prospective Study of Zinc Intake and Risk of Type 2 Diabetes in Women,” 2009, doi: 10.2337/dc08-1913.
  2. U. Gröber and K. Kisters, Arzneimittel als Mikronährstoff-Räuber: Was Ihr Arzt und Apotheker Ihnen sagen sollten, vol. 2. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2017.
  3. U. Gröber, Arzneimittel und Mikronährstoffe- Medikationsorientierte Supplementierung, 4. Auflage. Stuttgart: wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2018.


Zurück zu Gesundheit & Ernährung-Übersicht

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Logo

Klaudius Breitkopf

Sportökonom

„Als erfahrener Sportökonom weiß ich, dass Ernährung und Sport einfach zusammengehören. Dabei spielt die Qualität der Lebensmittel eine große Rolle. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitgliedern die Nahrungsergänzungen von Lebenskraftpur an.“