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Bioverfügbarkeit und Wirkungsweise von Traubenkernextrakten (MPC und OPC)

MPC (Monomere ProanthoCyanidine) ist als sekundärer Pflanzenstoff vor allem in Traubenkernen (Traubenkernextrakt) zu finden. Der Pflanzenstoff verspricht im Vergleich zu OPC eine erheblich höhere Wirkkraft. Wie das zu erklären ist und weshalb die Bioverfügbarkeit hierbei eine wesentliche Rolle spielt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet „Bioverfügbarkeit“?
Verschiedene Einflüsse auf die Bioverfügbarkeit
Der Unterschied von MPC und OPC
Die Bioverfügbarkeit von MPC und OPC im Vergleich
Fazit
Quellen

Was bedeutet „Bioverfügbarkeit“?

Beim Vergleich zwischen MPC und OPC spielt vor allem die Bioverfügbarkeit beider Substanzen eine wesentliche Rolle.

Bioverfügbarkeit ist eine Messgröße, die bezeichnet, wie schnell und wie viel von einem Stoff resorbiert wird. Die Menge eines Stoffs also, welche von unserem Organismus aufgenommen werden konnte.

Verschiedene Einflüsse auf die Bioverfügbarkeit

Dabei beeinflussen vor allem zwei wesentliche Faktoren diese Resorptionshöhe. Allem voran spielt die Gesundheit des Organismus bei der Aufnahme jedweder Stoffe eine entscheidende Rolle. So wird bei vorliegendem Leaky-Gut-Syndrom oder einem entzündeten Darmbereich die Aufnahme jeder Form von Nahrung und Supplement nicht so effektiv sein können, wie bei einem gesunden Organismus.

Abgesehen des individuellen körperlichen Befindens, hängt die Aufnahmefähigkeit außerdem von den Eigenschaften des betreffenden Wirkstoffes selbst ab. Das sind beispielsweise die Polarität oder die Molekülgröße.

Der Unterschied von MPC und OPC

Da sowohl OPC als auch MPC chemisch klar definierte Substanzen darstellen, können diese leicht einander gegenübergestellt werden. Dabei steht OPC für Oligomere ProanthoCyanidine und MPC für Monomere ProanthoCyanidine.

Wie bereits im Namen zu erahnen unterscheiden sich die Stoffe lediglich minimal voneinander. Tatsächlich liegt der einzige Unterschied in der Größe ihrer Moleküle. Monomere (MPC) und Oligomere (OPC).

VerkettungAls Oligomere werden mehrere miteinander verknüpfte Moleküle bezeichnet. Vorzustellen wie unterschiedliche Lego-Bausteine, die zu Ketten verschiedener Längen und (Farb)Reihenfolgen verbaut wurden. Dabei bedeutet „Oligo“ = „wenige“ und steht für kleinere Kettenlängen von 2¬–5 Bausteinen. Alles darüber hinaus trägt den Namen „Polymer“.

Monomere stellen die Grundbausteine dar, aus denen Oligomere aufgebaut werden (ein einzelner Lego-Baustein). Oligomere bestehen demnach aus chemisch verbundenen Monomeren.

Bezogen auf OPC und MPC bedeutet das: OPC besteht aus mehreren Einheiten Flavan-3-olen (Epicatechin und Catechin), die chemisch miteinander verkettet sind. MPC hingegen sind diese Grundbausteine alleine. Also unverkettete Flavan-3-ole.

„PACs [Proanthocyanidins] or condensed tannins are oligomers and polymers of monomeric unit flavan-3-ol (+)-catechin or (−)-epicatechin.“1

Die Bioverfügbarkeit von MPC und OPC im Vergleich

Wie bereits im Artikel „Der Unterschied von MPC und OPC“ festgestellt, unterscheiden sich MPC und OPC lediglich in der Größe ihrer Moleküle. Ihre Grundbausteine sind gleich. Das bedeutet, alle anderen chemischen Eigenschaften, wie beispielsweise die Löslichkeit, weisen eine starke Ähnlichkeit auf.

Somit ist der hauptsächlich relevante Faktor, der auf eine andersartig hohe Bioverfügbarkeit hindeuten könnte, die Molekülgröße.

Als wissenschaftlich belegt gilt, dass sehr große Moleküle nicht durch den menschlichen Darm aufgenommen werden können. So zeigt eine Studie, dass Oligomere ab einem Polymerisationsgrad von 4 (= 4 verkettete Moleküle) nicht mehr resorbierbar sind.2

Zur Erinnerung: Unter dem Begriff „Oligomer“ werden Kettenlängen von 2–5 Molekülen zusammengefasst.

Die Resorption von MPC und OPC

Studien belegen, dass sowohl Monomere als auch Oligomere in verschiedenen Körperbereichen verstoffwechselt werden.

Nach neusten Erkenntnissen wird ein kleiner Teil beider Substanzen bereits durch die mikrobielle Darmflora zerlegt. Der erheblich größere allerdings erst im Blut bzw. der Leber, da nur eine geringe Menge der Oligomere im Darm zerlegt werden kann.

„Proanthocyanidins undergo negligible depolymerization in the gastrointestinal tract.“3

Darüber hinaus lassen manche Studien vermuten, dass Oligomere während des Transports durch die Darmwand zu Monomeren verstoffwechselt werden.

„However, perfusion of dimer mainly resulted in large amounts of unmetabolised/unconjugated epicatechin monomer being detected on the serosal side (95.8%).“4

Daraus lässt sich schließen, dass der bioverfügbare Anteil der Oligomere auch als solche resorbiert werden.

„The presence of these oligomeric PACs [Proanthocyanidins] in plasma suggested that they were absorbed and metabolized similarly to monomeric flavan-3-ol.“5

Schlussendlich finden sich im Blut fast ausschließlich Monomere – ganz gleich, ob diese zuvor als Oligomere verbunden waren.

Im Hinblick darauf stellt sich vor allem die Frage, ob beide Stoffe in gleichem Maße vom Darm resorbierbar sind. Die Antwort darauf bedarf einer differenzierten Betrachtungsweise. Da unter „OPC“ Moleküle verschiedener Kettenlängen (2–5 Moleküle) und damit auch Molekülgrößen zusammengefasst werden. Die Resorptionsrate eines kleineren OPC-Moleküls ist somit wahrscheinlich höher als die eines größeren.

Dennoch wiesen Monomere in jeder durchgeführten Studie eine erheblich höhere Bioverfügbarkeit als Oligomere auf.

„The absorption rate of proanthocyanidin dimers is 5–10% of that of (−)-epicatechin. Trimers and tetramers had lower absorption rates than dimers.“6

„Almost one-half of the (–)-epicatechin is apparently absorbed in the jejunum but with substantial interindividual differences in the extent of absorption.“7

„The absorption of dimers were estimated to be 100fold lower than the monomer.“8

Wirken OPC und MPC gleich im Körper?

Von gleicher Wirkung auf den Organismus wird gesprochen, sofern Substanzen dieselben aktiven Stoffwechselprodukte bzw. Wirksubstanzen aufweisen.

„Die Resorption von MPC und OPC“ gab bereits Aufschluss darüber, dass beide Stoffe letztendlich als Monomere ins But gelangen. Sowohl dort als auch in der Leber werden diese schließlich weiter verstoffwechselt.

Diese Stoffwechselvorgänge geschehen jedoch auf solch divers unterschiedliche Arten, dass nachfolgend nicht spezifisch festzustellen ist, welches Stoffwechselprodukt genau welche Wirkung erzielt.

Es lässt sich allerdings sagen, dass die Stoffwechselprodukte der Oligomere zum überwiegenden Teil Monomere oder deren Konjugate sind.

„Mostly, monomeric units such as catechin and epicatechin, and their methylated and conjugated forms are identified as the metabolites of PA [proanthocyanidin] dimers in circulation.“9

Diese Tatsache deutet auf eine überwiegend identische Wirkung von MPC und OPC hin. Da OPC schlussendlich zu MPC aufgespalten wird.

Das lässt sich auch an einem einfachen Beispiel bildlich erläutern: Der Verzehr eines ganzen Apfels ist für die meisten Menschen schwer zu bewerkstelligen. Das Obststück ist schließlich größer, als die Kapazität des Mundes. Wird die Frucht allerdings zerteilt, gelingt die Aufnahme mühelos. Chemisch gesehen gelangt dennoch derselbe Apfel in den Organismus. Ganz gleich, ob dieser im Ganzen oder in Stücken aufgenommen wurde.

Fazit

MPC und OPC unterscheiden sich im Wesentlichen lediglich durch ihre Molekülgröße. Wobei Monomere (MPC) die Grundbausteine und Oligomere (OPC) die Verkettung dieser Grundbausteine darstellen.

Sofern beide Stoffe aufgenommen werden konnten, entfalten diese eine nahezu identische Wirkung auf den Organismus.

Nach aktuellen Studien sind kleine Moleküle leichter resorbiert als größere Verbindungen. Die Bioverfügbarkeit nimmt demnach bei kleineren Molekülen zu.

Da Monomere als kleinste Einheit gegenüber verschieden großer Oligomer-Ketten im Vorteil sind, ist abschließend festzustellen, dass Monomere (MPC) im Schnitt bioverfügbarer sind als Oligomere (OPC).

Quellen

1 https://content.iospress.com/articles/nutrition-and-aging/nua038
2 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464613001886
3 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464613001886
4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11453632
5 https://content.iospress.com/download/nutrition-and-aging/nua038?id=nutrition-and-aging%2Fnua038
6 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464613001886
7 https://academic.oup.com/ajcn/article/98/4/924/4577217
8 https://content.iospress.com/download/nutrition-and-aging/nua038?id=nutrition-and-aging%2Fnua038
9 https://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2016/fo/c5fo01244a/unauth#!divAbstract

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Dr. med. Arman Edalatpour

„Als holistischer Arzt halte ich immer Ausschau nach guten Naturprodukten für meine Patienten, aber auch für mich und meine Familie. Nach langer Suche bin ich bei Lebenskraftpur fündig geworden. Ein Unternehmen mit viel Herz und Leidenschaft für eine ganzheitliche Gesundheit. Natürliche Produkte mit bester Qualität aus qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Keine unsinnigen Zusatzstoffe sowie eine stimmige Dosierung und Zusammensetzung. Man merkt, dass die Präparate sehr durchdacht sind.“